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Güstrower Anzeiger

05. Dezember 2016 | 17:38 Uhr

Literaturkreis Güstrow : Ein fiktiver Vulpius-Monolog

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Güstrower Literaturkreis trifft sich seit elf Jahren im Awo-Mehrgenerationenhaus

Im November-Literaturkreis stellte Helma Neumann die Schriftstellerin Christine Brückner und ihr Buch „Wenn du geredet hättest, Desdemona. Ungehaltene Reden ungehaltener Frauen“ vor. Unter bekannten Namen wie Katharina von Bora, Effi Briest, Eva Hitler, Maria oder Gudrun Enslin, denen Brückner fiktive Monologe in den Mund gelegt hatte, entschied sich Helma Neumann, den Text für Christiane von Goethe, geborene Vulpius, vorzutragen. „Das muss ich machen. Schließlich ist mein Mann ja so etwas wie der Stellvertreter von Goethe in Güstrow“, schmunzelte sie. Dr. Erwin Neumann, der ebenfalls unter den Zuhörern saß, leitete viele Jahre die Ortsgruppe Güstrow der Goethegesellschaft.

Den Güstrower Literaturkreis, dessen Besucher sich in der Regel an jedem ersten Montag im Monat um 17 Uhr im Awo-Mehrgenerationenhaus treffen, gibt es nun schon elf Jahre. „2005 ist er aus den Donnerstagsgesprächen der Awo hervorgegangen“, erinnert sich Rita Buchweitz, die die Idee für den Literaturkreis hatte, ihn gründete und noch immer leitet. „Aber mich unterstützen sehr viele Mitstreiter“, schränkt sie sogleich ein. Dass der Kreis über die Jahre zusammengeblieben ist und noch immer zwischen zehn und 30 Interessenten zu den Zusammenkünften kommen, liegt sicher an den vielfältigen Themen. Da werden Neuerscheinungen vorgestellt, Lieblingsbücher empfohlen und Werke von preisgekrönten Autoren besprochen. Hin und wieder widmet sich ein Abend der Poesie. Dann tragen die Teilnehmer ihre Lieblingsgedichte vor. Ein Höhepunkt im vergangenen Jahr war der Auftritt der Güstrower Christel Wittenburg und Lothar Dünkel, die beide eine Publikation zum Thema Brot geschrieben hatten und der Runde vorstellten.

„Im März nächsten Jahres werden wir wieder etwas Neues ausprobieren. Die bekannte Chorleiterin Inge Kunkel hat uns angeboten, dass sie gemeinsam mit uns singen wird“, kündigt Rita Buchweitz an. Die letzte Veranstaltung des Jahres steht am Montag, dem 5. Dezember, im Kalender. Da wird es weihnachtlich zugehen. Vorgesehen ist, ein plattdeutsches Weihnachtsmärchen zu lesen, Gedichte vorzutragen und kurze Erzählungen über Knecht Ruprecht vorzustellen. Eingeladen ist jeder, dem Literatur am Herzen liegt. „Unser Kreis ist offen, wir freuen uns, wenn Literaturfreunde unsere Runde bereichern“, sagt Rita Buchweitz.


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