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Güstrower Anzeiger

04. Dezember 2016 | 13:17 Uhr

Neue Serie „Chorgeflüster“ : Ein Chor vereint die Gemeinde

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Start der neuen SVZ-Serie „Chorgeflüster“: Kirchenchor Klaber feiert 25-jähriges Bestehen.

Nahezu verwunschen wirkt das idyllische Pfarrhaus in dem kleinen Ort Klaber. Eine Kirche ragt majestätisch über der Straße auf und etwas versteckt dahinter, umringt von großen Bäumen, steht das hübsche Häuschen, vor dem erstaunlich viele Autos parken. Denn an fast jedem Mittwochabend steppt hier der Bär. Hier trifft sich der Kirchenchor Klaber, der im September sein 25-jähriges Bestehen feierte. Seine Mitglieder machen einen glücklichen und entspannten Eindruck. Alle reden fröhlich mit- und durcheinander.

„Es wird viel Wert auf die Gemeinschaft gelegt“, erzählt Chorleiterin Maria Bobzien. „Wenn ein Chormitglied Geburtstag hat, bringen wir Kuchen und etwas zu trinken mit, um gemeinsam zu feiern. Bei runden Geburtstagen gehen wir auch schon einmal in eine Gastwirtschaft – wenn wir alle reinpassen“, sagt die vierfache Mutter und lacht. In den vergangenen Jahren ist der Chor auf 34 Mitglieder angewachsen. So groß seien die Räumlichkeiten in Klaber aber nicht, da könne es schon einmal eng werden, erklärt sie weiter.

Von den 15 Sängern, die 1991 den Chor gründeten, sind auch nach 25 Jahren noch 13 Mitglieder dabei. Die Idee für einen Kirchenchor fiel bei einem Mitarbeiterfrühstück. Monika Krause ist seit der Geburtsstunde des Chores dabei. Sie arbeitete zu dieser Zeit im Büro des Pfarrhauses. „Wir haben überlegt, was wir für die Kirchengemeinde tun können, um den Zusammenhalt zu fördern. Unsere erste Chorleiterin, Barbara Woest, war die Ehefrau des damaligen Diakons. Da sie Orgel spielte, fiel die Entscheidung schnell: Wir wollten singen.“ 1994 verzog Barbara Woest und Musiklehrerin Ursula Wendtland aus Groß Wokern übernahm die Leitung. Als sie nach schwerer Krankheit 2011 verstarb, ging das Zepter an Maria Bobzien über, die während ihres Mutterschaftsurlaubs nach einer neuen Beschäftigung suchte.


Mehr Männerstimmen erwünscht


„Wir freuen uns über jedes neue Mitglied und vor allem über Männerstimmen“, ist sich der Chor einig. Zurzeit schreibt Maria Bobzien alle vierstimmigen Stücke in drei Stimmen um. „Die Männer singen eine Stimme – Bass, Tenor oder bei Bedarf irgendetwas dazwischen“, erzählt sie. Der 85-jährige Arnold Wendtland ist mit Computern am besten vertraut. Er pflegt die umgeschriebenen Stücke in ein Notensatzprogramm ein und druckt sie für alle aus. Das Repertoire reicht von Volksliedern bis zu altbekannten und zeitgenössischen Kirchenliedern.

Der Chor tritt zu Gottesdiensten, bei Geburtstagen, auf Dorffesten und zu Weihnachten auf. Besonders beliebt ist das Adventswochenende in Groß Wokern mit dem Senioren-Singen und einem Konzert mit weiteren Chören der Umgebung. Auch eigene Konzerte hat der Chor schon veranstaltet. Jedes Jahr geht es an einem Herbstwochenende an die Ostsee. Dort wird für die Weihnachtszeit intensiv geprobt – und gefeiert.

 

Mitmachen!

In unserer neuen Serie „Chorgeflüster“ stellen wir ab heute die Chöre aus der Region vor. Sind Sie eine tolle Sängergemeinschaft? Oder kennen Sie einen Chor, über den wir unbedingt einmal berichten sollten? Dann melden Sie sich in unserer Redaktion unter

Telefon 0 38 43/6953 8170,

E-Mail: guestrow@svz.de.

Wir freuen uns auf Ihre Chor-Geschichten!

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erstellt am 08.Okt.2016 | 05:00 Uhr

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