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Ehrenamtmesse Güstrow : Ehrenamt hat viele Gesichter

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Ehrenamtmesse in Güstrow zeigt Vielfältigkeit des freiwilligen Engagements auf. Ehrenamtsdiplom für Güstrowerin Erika Maurer.

Menschen die für das Gemeinwohl arbeiten, damit es anderen Menschen gut oder besser geht. Das ist vielleicht die einfachste und zugleich beste Definition des Ehrenamts. Dass das Ehrenamt viele Gesichter hat, wurde bei der Ehrenamtmesse mit 36 Ausstellern am Sonnabend im Güstrower Kreishaus deutlich. Ob Deutsches Rotes Kreuz, Feuerwehr oder Volkssolidarität, ob die Jugendklubs der Barlachstadt, die Güstrower Sportchronisten, der Kreisseniorenbeirat, der Verein „Bützower für Gambia“ oder der Güstrower Weltladen – ohne ehrenamtliches Engagement würde dies alles nicht funktionieren.

Für ihren unermüdlichen Einsatz für den Güstrower Weltladen erhielt die 60-jährige Erika Maurer auf der vom DRK-Kreisverband Güstrow organisierten Messe das Ehrenamtsdiplom des Landes. Sie hat den Weltladen 2012 mit ins Leben gerufen. „Wir haben nicht nur den Laden, sondern auch einen Bildungsauftrag“, sagt sie. „Dafür sind wir verstärkt auf der Suche nach ehrenamtlichen Helfern, um die Leute für den fairen Handel und den vernünftigen Umgang mit den Ressourcen zu begeistern.“ Vorträge, Filmvorführungen und Schulbesuche organisieren die knapp 30 Ehrenamtlichen des Weltladen regelmäßig. „Ohne Ehrenamtliche würde es uns nicht geben“, unterstreicht Erika Mauerer.

„Man kann natürlich nicht alles auf das Ehrenamt abwälzen, sondern es muss eine gute Verzahnung zwischen Haupt- und Ehrenamt geben“, sagt Susann Plant von der Ehrenamtsstiftung MV in Güstrow. Oft sei das Ehrenamt aber schneller als das Hauptamt. Das habe sich bei der Flüchtlingskrise gezeigt. Hier habe zuerst die spontane, freiwillige Hilfe gegriffen, bevor die Behörden geschaltet hätten. „Die Leute, die sich engagieren, haben Spaß am Ehrenamt“, ist sie überzeugt.

„Ohne Ehrenamtliche könnten wir unsere ganzen Projekte nicht stemmen“., sagt Anett Eggert vom Güstrower Südstadt-Klub. Und auch Uwe Zicker von den Güstrower Sportchronisten ist händeringend auf der Suche nach Helfern: „Wir suchen Ehrenamtler, um noch mehr Sportarten erschließen zu können.“ Ebenfalls rein aus Ehrenamtlichen bestehen sämtliche freiwilligen Feuerwehren. „Wir sind das wichtigste Ehrenamt“, sagt Stefan Gelhaar, Jugendwart der Güstrower Wehr. Dabei gehe es nicht nur um den Brandschutz, sondern auch um das gesellschaftliche Leben. „Vor allem im ländlichen Bereich“, unterstreicht Rolf Schmeckel, stellvertretender Amtswehrführer Güstrow-Land. „Wo es eine Feuerwehr gibt, da gibt es auch ein aktives Dorfleben.“

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erstellt am 19.Mär.2017 | 21:00 Uhr

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