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Güstrower Anzeiger

05. Dezember 2016 | 09:30 Uhr

Laubentsorgung : Diekhofs Laub kommt ins Silo

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Nach erfolgloser Diskussion über möglichen Deponiestandort ergab sich gestern die Lösung. Annahmetermine werden bekannt gegeben.

Wohin mit dem Laub? „Die Leute müssen laut Straßenreinigungssatzung das Laub an der Straße vor ihrem Grundstück auflesen. Es fällt von Bäumen, die der Gemeinde gehören, und der Bürger soll nun bezahlen“, berichtete Dirk Stüdemann auf der Sitzung der Gemeindevertretung Diekhof am Montagabend von Diskussionen unter den Diekhofern. Mancher stelle sich die Frage, ob das wohl gerecht sei, fügt der Gemeindevertreter und Gemeindearbeiter in Diekhof hinzu. Mit der neuen Abfallsatzung des Landkreises Rostock wird die Abgabe von Gartenabfällen in den Wertstoffhöfen kostenpflichtig. Das trifft auch auf das Laub zu.

„Es ist jedes Jahr das Gleiche“, meint z.B. Diethard Düsterhöft, der an der Karl-Hawermann-Straße wohnt. „Natürlich wäre es schön, wenn man im Dorf irgendwo das Laub abgeben kann“, sagt der Diekhofer. Er selbst müsse sich einen Anhänger borgen und würde das Laub zur Deponie nach Glasewitz fahren. Für viele ältere Menschen sei das aber schon das Problem. Jahrelang habe man das Laub bei der Produktivgenossenschaft (PG) „Am Schmooksberg“ abgeben können. Aber das Angebot sei missbraucht worden, Bauschutt und Sperrmüll sei mit abgeladen worden. Dass man davon bei der PG nicht begeistert war – verständlich.

Wohl eine halbe Stunde diskutierten die Gemeindevertreter über mögliche Alternativen. Jürgen Bahr, Dirk Stüdemann, Roman Lehmann und Bürgermeister Rolf Matschinsky warfen Standorte in die Debatte, die allesamt wieder verworfen wurden. Fazit des Bürgermeisters am Montagabend: Die Grundstückseigentümer müssen das Laub zum Wertstoffhof fahren und dort bezahlen.

Auf SVZ-Nachfrage beim Landwirtschaftsunternehmen wendete sich gestern das Blatt. „Laub kann bei uns in einem Silo deponiert werden. Unsere Bedingung ist, dass die Annahme unter Aufsicht geschieht“, betont Marianne Hoffmann. So habe man es auch in vergangenen Jahren gehandhabt. Bürgermeister oder Gemeindearbeiter hätten sonnabends die Annahme begleitet, erinnert die stellvertretende Vorstandsvorsitzende der PG. Aktuell sei die PG aber nicht angefragt worden.

Nach eben dieser Anfrage informierte Bürgermeister Matschinsky SVZ gestern Nachmittag, dass ab Ende Oktober sonnabends Laub an einem Silo der PG abgegeben werden kann. Gemeindearbeiter Dirk Stüdemann wird dies beaufsichtigen. An Aushängen werde in den nächsten Tagen über Termine für die Laubannahme informiert.


Güstrow stellt Big-Packs für Laub bereit


In Güstrow bereitet man derzeit ein Pilotprojekt vor. Hier sollen in Straßen mit besonders vielen Bäumen Big-Packs aufgestellt werden. Zwölf Straßen, so informiert Stadt-Sprecherin Karin Bartock auf SVZ-Nachfrage, seien ausgewählt und die Big-Packs bestellt. In diesen sollen die Anwohner u.a. der Neukruger Straße, der Niklotstraße, der Rostocker Straße, der Eisenbahnstraße und der Wallensteinstraße das Laub von den Straßenbäumen entsorgen können.

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erstellt am 12.Okt.2016 | 05:00 Uhr

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