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Güstrower Anzeiger

19. Januar 2017 | 05:24 Uhr

Neubau am Güstrower Domplatz : Die modifizierte „Tonne“ kommt

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Wohnungsgesellschaft Güstrow geht Neubau am Domplatz 18 an.

Die „Tonne“ kommt – allerdings in abgewandelter Form. Im Mai will die Wohnungsgesellschaft Güstrow (WGG) den ersten Spatenstich für die Lückenbebauung am Domplatz 18 machen – ein Neubau mit einem asymmetrisch gewölbten Dachgeschoss. Damit wird nach zwölf Jahren eine schmerzhafte Baulücke an einem geschichtsträchtigen Ort geschlossen. Hier brannte in der Nacht zum 28. August 2004 das historische Wohnhaus vollständig nieder. Lange wogte die Diskussion um die Art der Bebauung hin und her. Bei einem architektonischen Ideenwettbewerb setzte sich eine moderne Variante mit einem Tonnendach durch. Diesen Entwurf setzt die WGG jetzt in modifizierter Form um. „Es muss im historischen Altstadtkern möglich sein, unter Berücksichtigung der Nachbargebäude zeitgemäß zu bauen“, sagt WGG-Geschäftsführer Jürgen Schmidt.

Bauplatz im Blickpunkt der Öffentlichkeit

Schmidt hofft, das Gebäude so für Kritiker gefällig gemacht zu haben. „Wir haben hier einen sehr interessanten Bauplatz im Blickpunkt der Öffentlichkeit“, sagt er selbst. Die jetzige Bebauung sei mit dem Stadtentwicklungsamt sowie den Architekten abgestimmt. „Es ist kein Luxusbau, aber der Lage am Domplatz angemessen“, sagt der Geschäftsführer, der mit einer Bauzeit von eineinhalb Jahren rechnet und von Kosten in Höhe von 1,7 Millionen Euro ausgeht. Acht Wohnungen werden hier entstehen. Bevor der Bau beginnt, wird ab März noch die Bodendenkmalpflege die historische Baugrube unter die Lupe nehmen.

Der Domplatz 18 ist das wichtigste Neubauvorhaben der WGG 2017. Insgesamt investiert das kommunale Wohnungsunternehmen in diesem Jahr 3,6 Millionen Euro in Neubau und Modernisierung sowie noch einmal 5,5 Millionen Euro in die Instandsetzung und Werterhaltung des gesamten Wohnungsbestandes. Eine große Summe, aber immerhin hat die WGG 4386 Wohnungen und 52 Gewerbeeinheiten in der Barlachstadt. So setzt die WGG ihr „Fassadenprogramm“ fort. „Ein Dauerbrenner bei uns“, sagt Schmidt. Im Mittelpunkt steht die Elisabethstraße. Neun Gebäude sollen hier in den nächsten drei Jahren außen saniert werden, mit der Elisabethstraße 29-33 geht es dieses Jahr los. „Erstmals betrachten wir dieses Wohngebiet zudem als Ganzes und haben ein aufeinander abgestimmtes Farbkonzept für die Elisabethstraße entwickelt“, erklärt er. Es werde farbliche Unterschiede, aber eine optische Ähnlichkeit bei den neun Gebäuden geben.

Fertig wird zum 1. September der Neubau Gleviner Straße 14. Damit sei die „Gleviner Ecke“, mit den bereits von der WGG neu errichteten Gebäuden in der Güstrower Altstadt, fertig, so Schmidt. Zurzeit läuft hier der Innenausbau. Die Nachfrage ist groß, die Zahl der Interessenten bereits größer als die vorhandenen zehn Wohnungen.

Auch mit umfangreichen Sanierungen will die WGG ab Mai beginnen. Außen wird die Niklotstraße 53-56 auf Vordermann gebracht. Innen und außen soll der Wohnblock Eschenwinkel 21-24 mit 80 Einraumwohnungen gemacht werden. „Unser letztes Objekt in diesem Bereich. Dieses Jahr sanieren wir aber zunächst nur außen“, sagt Schmidt. Ebenso steht die Ringstraße 16-21 mit 60 Wohnungen im Sanierungsplan der WGG. Und schließlich gibt es einen neuen Wärmeschutz und Anstrich für die Mühlenstraße 12/13.

 

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erstellt am 11.Jan.2017 | 21:00 Uhr

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