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Güstrower Anzeiger

08. Dezember 2016 | 05:06 Uhr

Neue Professorin : Die Kriminologin aus Niedersachsen

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

In dieser Woche hatte Rita Bley ihre erste Lehrveranstaltung als Professorin an der Güstrower Fachhochschule für öffentliche Verwaltung, Polizei und Rechtspflege. Die Kriminologin bereichert von nun an den Fachbereich Polizei. Es ist die erste Stelle als Professorin für die 50-Jährige.

Die Niedersächsin, die bei Oldenburg zu Hause ist, hat 30 Jahre als Kriminalbeamtin gearbeitet, bis sie in die Lehre ging. Das war vor zehn Jahren. Seither hat sie an zahlreichen Hochschulen des Landes Kriminalistik und Kriminologie gelehrt. Die Professur an der Güstrower Fachhochschule hatte sie gleich gereizt, denn sie war mit der geforderten fachlichen Ausrichtung exakt auf ihr Profil zugeschnitten. „Ich hatte eine deutliche Präferenz für Norddeutschland, aber viel entscheidender war die Fächerkombination Kriminalistik und Kriminologie. Diese Professur passt auf mich“, erklärt Rita Bley, die sich als Kriminologin versteht. „Ich bin von Herzen Kriminologin“, betont sie mit einem Lächeln auf den Lippen.

Wichtig sei ihr insbesondere die Verknüpfung von Theorie und Praxis. „Ich stehe für Kriminalwissenschaften, die Wissen schaffen, habe ich in meiner Antrittsrede gesagt und dazu stehe ich“, sagt Bley weiter. Dazu passt auch einer ihrer Forschungsschwerpunkte: die Viktimologie, also die Opferforschung. „Jeder Polizeibeamte hat nahezu täglich mit Opfern zu tun. Das macht diese Forschung so wichtig“, ergänzt Rita Bley. Oft würden sich ihre Studenten anfangs fragen, wofür sie die Kriminologie überhaupt bräuchten – das ändere sich in ihrem Unterricht schnell. „Polizisten brauchen Kriminologie“, sagt Bley, denn die Kriminologie frage nach den Ursachen und der Prävention. Das möchte sie nun auch den Güstrower Studenten vermitteln. „Ich bin sehr gespannt“, sagt sie. In den kommenden zwei Jahren werde sie noch zwischen ihrer Heimat Oldenburg und Güstrow pendeln. Wenn ihre Kinder das Abitur in der Tasche haben, werde sie ihren Wohnsitz nach Mecklenburg-Vorpommern verlagern.

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erstellt am 07.Okt.2016 | 05:00 Uhr

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