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Güstrower Anzeiger

29. September 2016 | 00:11 Uhr

„Asylrecht ist ein Menschenrecht!“ : Demo gegen Fremdenfeindlichkeit

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Demokratiebündnis M-V macht sich am Sonnabend in Güstrow für Asylsuchende und gegen Hetze stark

Zu einer landesweiten Demonstration in Güstrow unter dem Motto „Refugees welcome! (Asylsuchende willkommen!) Asylrecht ist Menschenrecht!“ rufen demokratische Bündnisse von M-V für kommenden Sonnabend auf. (SVZ berichtete kurz.)

Erwartet werden hunderte Teilnehmer aus ganz Mecklenburg-Vorpommern. Mit einer Demonstration durch die Stadt, auf Kundgebungen und diversen Veranstaltungen wollen sie gemeinsam mit Güstrowern ihre Solidarität mit Asylsuchenden zum Ausdruck bringen und sich gegen nazistische Hetze gegen Flüchtlinge stark machen. „Wir wollen zeigen, dass es viele sind, die sich für die Asylsuchenden einsetzen und die sich gegen die Nazi-Hetze auflehnen“, sagt Karen Larisch, Kreistagsabgeordnete der Linken im Kreistag und der Stadtvertretung sowie Sprecherin des Demokratiebündnisses Güstrow. „Außerdem wollen wir auch die Zivilgesellschaft ermuntern, gegen Rassismus vorzugehen“, stellt sie fest.

Alle seien deshalb aufgefordert, sich dem Demonstrationszug anzuschließen und an den Kundgebungen sowie an Veranstaltungen teilzunehmen.

Die Wahl sei auf Güstrow als Veranstaltungsort gefallen, weil gerade hier „unter dem Deckmantel einer vermeintlichen Bürgerinitiative kontinuierlich Stimmung gegen die künftige Flüchtlingsunterkunft in der Südstadt gemacht wird“, so Karen Larisch.

Überhaupt müsse das Demokratiebündnis Güstrow mit großer Sorge ein Ansteigen der rassistischen Gewalt in ganz Mecklenburg-Vorpommern feststellen, betont sie. „Es ist höchste Zeit, gegen den zunehmenden Rassismus aktiv zu werden!“ so der „Ratschlag der Bündnisse M-V“, einem Zusammenschluss vieler Demokratiebündnisse sowie von Privatpersonen in M-V, gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit. „Wir fordern daher alle demokratischen Kräfte auf, gemeinsam mit uns am 6. Dezember in Güstrow ein deutliches Zeichen gegen jegliche Form rassistischer Propaganda und Gewalt in M-V zu setzen!“, so Ulrike Wanitschke Mitarbeiterin des Flüchtlingsrates M-V. „Darüber hinaus wollen wir für bessere Lebensbedingungen für Geflüchtete und eine solidarische Willkommens- und Ankommenskultur demonstrieren“, appelliert sie.

Die Demonstration beginnt am Sonnabend, dem 6. Dezember, um 13 Uhr am Güstrower Bahnhof, wo eine Eröffnungskundgebung stattfinden wird. Die Demonstranten ziehen dann weiter zum Markt und von dort aus bis in die Güstrower Südstadt, wo sie gegen 15 Uhr eintreffen werden. Dort wird es ebenfalls eine Kundgebung mit einem offenen Mikrofon für demokratische Kräfte geben.

Zeitgleich mit dem Start der Demonstration am Bahnhof beginnen in der Südstadt verschiedene „Interkulturelle Lichtpunkte“, die zwischen 13 und 15 Uhr allen interessierten Besuchern offen stehen.

So gibt es im Haus der Familie in der Friedrich-Engels-Straße ein Kinderkino. Der zweite „Lichtpunkt“ wird am Platz der Freundschaft sein, wo sich die lokale Initiative „Flüchtlinge willkommen in Güstrow“ vorstellen wird. Dabei wird unter anderem Karen Larisch zu Gesprächen über Asylpolitik zur Verfügung stehen.

Überhaupt biete das Demokratiebündnis Güstrow vor Ort auch Raum für Gespräche für alle Bewohner der Stadt an, so Larisch.

Gegen-Aktionen der Nazis gegen die Demo schließen die Organisatoren nicht aus, so Karin Larisch.

„Wir lassen uns nicht einschüchtern“, auch dies sollen die Aktionen des Demokratiebündnisses in Güstrow zeigen, betont sie.

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erstellt am 02.Dez.2014 | 05:00 Uhr

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