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Güstrower Anzeiger

10. Dezember 2016 | 19:32 Uhr

Strassensanierung in Güstrow : Chance für Schöninsel-Brücke

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Barlachstadt legt Sanierungsplan für Straßen und Plätze für die nächsten fünf Jahre vor. Erstmals dabei auch Brücken.

Einen umfassenden Maßnahmeplan zur weiteren Sanierung der Güstrower Straßen und Plätze hat die Stadtverwaltung jetzt vorgelegt. Der Fünfjahresplan greift in die aktuelle Vierjahresplanung, die geht bis 2017, ein und soll bis 2021 Planungen und Bauausführung fortschreiben. Inhalt sind solche Straßen, bei denen es um den grundhaften Ausbau geht. Das heißt: Immer soll es eine Abstimmung mit dem Städtischen Abwasserbetrieb und den Stadtwerken geben, damit die Vorhaben gemeinschaftlich umgesetzt werden können und so am Ende Ver- und Entsorgungsleitungen ebenfalls erneuert sind. Das heißt auch, dass alle Vorhaben an die jährlichen Wirtschaftspläne der kommunalen Betriebe gekoppelt sind und stets noch im Einzelfall beschlossen werden müssen. Zudem ist jeder Baufortschritt natürlich abhängig vom Haushalt der Barlachstadt.

Abweichungen vom Plan kann es deshalb, auch unter Berücksichtigung, ob und in welcher Höhe Fördermittel fließen, immer wieder geben. Flächen wie etwa die in diesen Tagen von tiefen Pfützen übersäten großen Parkplätze an der Schanze oder an der Bleiche sind nicht Bestandteil dieses Masterplanes – dort sind keine Leistungen der Stadtbetriebe gefragt. Erstmals sind dagegen einige Brücken in Stadteigentum aufgelistet, genau jene mit dem schlechtesten Zustand. Die Stadtvertretung muss das Dokument noch absegnen, vorgesehen ist dafür der 8. Dezember.


„Sonstiges“ Stadtgebiet mit größtem Anteil


Der Schwerpunkt liegt nach wie vor in der Altstadt, gefolgt von der Schweriner Vorstadt, dem Umbaugebiet Weststadt und dem Erweiterungsgebiet Altstadt. Insgesamt sieht der Sanierungsplan für die kommenden fünf Jahre Investitionen in Höhe von gut 31 Millionen Euro vor. Gut ein Drittel davon soll in die Sanierungsgebiete und in das Stadtumbaugebiet Weststadt gesteckt werden. In dem Beschlussentwurf sind einige markante Stellen aufgeführt. So soll endlich der Weg zwischen Hansenstraße und Bürgerhaus an den Tennisplätzen vorbei matschfrei gemacht werden. Oder, was spätestens seit der Totalsperrung Gesprächsstoff in Güstrow ist: Die Brücke nach Schöninsel steht mit im Maßnahmeplan. Für einen Neubau veranschlagte 1,6 Millionen Euro sind allerdings auch kein Pappenstiel. Um die Chance für einen vorzeitigen Baubeginn zu wahren, falls sich irgendeine aktuell nicht bekannte Förderquelle auftäte, sollte die Planung für diesen Brückenbau schon 2017 beginnen. Das fordert der Stadtentwicklungsausschuss entgegen den Entwurf eingedenk dessen, dass ein Planungsvorlauf von zwei Jahren regelmäßig angenommen wird.

Und: Die der Stadt zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel sind begrenzt. Zunehmend sind Anliegerbeiträge gefragt, was auch damit zusammenhängt, dass Straßensanierung aus der Innenstadt mehr und mehr in Richtung Stadtränder expandiert. Offen sind vielfach Fördermittel. So zeichnet sich bereits jetzt ab, dass für den Spaldingsplatz wohl nicht genügend zur Verfügung stehen werden. Mit diesem Projekt wäre das Sanierungsgebiet Schweriner Vorstadt abgeschlossen.

Noch nicht im Bauplan bis 2021 vorgesehen ist die Neugestaltung des Franz-Parr-Platzes. Um aber auch für diese letzte große Sanierungsmaßnahme in der Altstadt einen Vorlauf zu bekommen, soll die Planung bereits 2019 beginnen.

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erstellt am 16.Nov.2016 | 12:00 Uhr

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