zur Navigation springen

Güstrower Anzeiger

07. Dezember 2016 | 09:41 Uhr

MC Güstrow : Baustart im Speedwaystadion

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

MC Güstrow: Arbeiten für Komplettneubau des Start- und Zielbereichs sowie der Tribüne haben begonnen.

Die mit Abstand größte Baumaßnahme in der mehr als 50-jährigen Vereinsgeschichte des MC Güstrow hat begonnen. Gestern rückten die Bagger im Speedwaystadion in der Plauer Chaussee an. Baustart für den kompletten Neubau des Start- und Zielrichterturms an der Rennstrecke sowie für eine brandneue Tribüne, die 2000 Zuschauern Platz bieten soll. „Wir sind stolz, endlich loslegen zu können“, sagt Thomas Koch, 2. Vorsitzender des Güstrower Traditionsvereins. „Vor dem Frost können wir noch die wichtigsten Sachen machen, vor allem die Betonbauarbeiten.“ Der Zeitplan ist eng gestrickt. Denn schon zu Ostern, am 15. April, wird der Internationale Osterpokal im Güstrower Speedwaystadion ausgefahren. „Das schaffen wir“, gibt sich Koch, der bis 2009 noch selbst aktiv Speedwayrennen gefahren ist, optimistisch.

Mit 800 000 Euro schlagen der Neubau des Turms im Start- und Zielbereich sowie der Tribüne zu Buche. Eine halbe Million Euro sind Fördermittel vom Land sowie der Stadt Güstrow. Der Rest sind Eigenmittel des Vereins sowie Fördergelder des ADAC. „Das ist schon eine große Summe“, weiß Thomas Koch. „Doch der Zustand des Stadions ist seit 1963 weitestgehend unverändert. Vor allem der Start- und Zielbereich entsprach nicht mehr internationalen Anforderungen. Das war ein großes Manko und wurde bei Rennen oft kritisiert.“ Immer wieder haben die Mitglieder des MC Güstrow in der Vergangenheit selbst Hand angelegt, um das Speedwaystadion zu modernisieren. Auch den Rückbau des Turms und der alten Tribüne sowie vorbereitende Erdarbeiten meisterten sie im Juli in Eigenregie.

Seit gestern sind jetzt Fachfirmen am Werk. Zunächst wird eine Stützmauer gebaut, die das Dach der Tribüne tragen soll. Gleichzeitig werden die Fundamente für den Start- und Zielrichterturm gelegt. Ostern 2017 muss zumindest der Start- und Zielbereich fertig sein. „Die neue Tribüne ist dann noch nicht unbedingt notwendig“, sagt der 50-jährige Koch. Spätestens Pfingsten 2017 soll die gesamte Baumaßnahme im Speedwaystadion abgeschlossen sein. „Dann werden wir eine viel bessere Infrastruktur haben, ein schickes Stadion, das einen völlig neuen Anblick bieten wird“, ist er überzeugt.

Das Stadion fit zu machen für internationale Standards ist wichtig für die Existenz des 130 Mitglieder zählenden MC Güstrow. Von den jährlich zehn Rennen in Güstrow sind immer bis zu sechs auch international ausgeschrieben. Speedwayfahrer aus aller Welt kommen in die Barlachstadt. „Weltweit wird unsere Stadt mit dem Speedwaysport verbunden“, sagt Thomas Koch. „Diese internationale Bekanntheit ist auch eine wichtige Werbung für Güstrow.“ Stolz ist der Verein zudem, in diesem Jahr die Europameisterschaft nach Güstrow geholt zu haben. So soll es auch im Juli 2017 wieder sein.

zur Startseite

von
erstellt am 18.Nov.2016 | 05:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen