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Güstrower Anzeiger

10. Dezember 2016 | 21:23 Uhr

Alte Synagoge Krakow am See : Ausstellung: 60 Jahren KKC mit gefühlt 100 000 Fotos

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Krakower Narren feiern Jubiläum

Klein und zierlich, aber mit hellwachen Augen saß Lotte Schornbaum in der ersten Reihe, als am Sonnabend in der Alten Synagoge in Krakow am See eine Ausstellung zum 60-jährigen Bestehen des Krakower Karnevalsclubs (KKC) eröffnet wurde. Die heute 95-Jährige hat die ganze Geschichte des Krakower Karnevals miterlebt. Auf vielen alten Fotos, die jetzt in der Alten Synagoge gezeigt werden, ist die Ur-Krakowerin zu sehen.

Für Lotte Schornbaum waren Faschingsveranstaltungen eine Selbstverständlichkeit. Sie sei ein sehr geselliger Mensch, erklärt die alte Dame, die heute in einem Pflegeheim lebt, und erinnert sich an viele bezaubernde Kostüme, die sie getragen hat. Sie seien in den Anfangsjahren quasi aus dem Nichts gezaubert worden.

Besonders edle Stücke sind übrigens auch in der Ausstellung zu sehen. Sie komplettieren eine umfangreiche Präsentation von Fotos. Marlies Flotow bestückte 25 Tafeln mit vielen, vielen Aufnahmen. „25 große Fotos wären viel zu wenig gewesen“, sagt Marlies Flotow. Zu sehen sind u.a. viele Prinzenpaare, tolle Kostüme und unzählige fröhliche Menschen. Kein Wunder, dass der Ausstellungsraum am Sonnabend kaum die vielen Gäste fassen konnte. Es ist eine Präsentation für die Krakower. Viele finden sich auf den Fotos wieder.

Der Karnevalsclub sei unverzichtbar für die Stadt, betonte Annette Bernstein, Vorsitzende des Kulturvereins „Alte Synagoge“. Seine Mitglieder würden viele Veranstaltungen übers ganze Jahr im Luftkurort mit gestalten. Und der Maskenball sei legendär.

Marlies Flotow erinnerte sich am Sonnabend an ihre erste Karnevalserfahrung in den 1980er-Jahren. „Was geht denn hier ab, dachte ich. Tolle Kostüme, tolle Ideen“, betonte die Schneiderin und Hobbyfotografin. Kurz streifte sie die Veranstaltungsorte: Seehotel, Aula der Berufsschule, dann die Sporthalle.

Was dahinter steckt, weiß Jens Deitemeyer nur zu gut: „Frohsinn und Heiterkeit für die einen, harte Arbeit für die anderen.“ Die Arbeit stehe derzeit für die Krakower Narren im Vordergrund. Den Lohn dafür gebe es am 6. Februar, wenn in Krakow am See zum Kinderfasching, Umzug und Maskenball eingeladen wird.

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erstellt am 18.Jan.2016 | 02:06 Uhr

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