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Güstrower Anzeiger

08. Dezember 2016 | 10:54 Uhr

Ausstellungsprojekt in Güstrow : Aus Fremden werden Freunde

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Fotokampagne will Güstrower und Flüchtlinge zusammenbringen – die Ausstellung wird am 11. November in der Mühlenstraße eröffnet.

Gesichtshälften, zusammengesetzt aus Gesichtern von Güstrowern und denen von Flüchtlingen, die in Güstrow und Umgebung eine neue Heimat gefunden haben. Das ist der Kern eines neuen Ausstellungsprojekts in der Barlachstadt. „Wir wollen alte und neue Güstrower zusammenbringen“, erklärt Alexis Schwartz von der Partnerinitiative für Toleranz und Weltoffenheit Güstrow. Gemeinsam mit Hanka Gatter, Lehrerin an der Freien Schule Güstrow, hat er das Projekt aus der Taufe gehoben – basierend auf der Ausstellung „Wenn aus Fremden Freunde werden“, die bereits in Parchim zu sehen hat. „Wir wollen zeigen, dass wir alle Menschen einer Welt sind, dass uns mehr verbindet als trennt“, sagt Schwartz.

Dienstagabend fand das erste Fotoshooting für das Ausstellungsprojekt im „KommCenter“ in der Güstrower Mühlenstraße statt. „Leiht uns Euer Gesicht für die Fotokampagne“, ruft Alexis Schwartz auf. Hanka Gatter hatte zwölf Schüler der Freien Schule aus der 10. und 11. Klasse für das Projekt gewinnen können. Abgelichtet wurde sie von Uwe Friedrich. „Diese Fotokampagne hat mich gleich gereizt, vor allem auch, mit Leuten aus anderen Kulturen zusammenzukommen“, sagt der Porträtfotograf aus Reimershagen. Auch Flüchtlinge, die sich fotografieren lassen wollen, haben Alexis Schwartz und Hanka Gatter schon aktiviert. „Wir haben viele Kontakte zu Flüchtlingen. Es haben sich ja bereits Freundschaften zwischen Güstrowern und Flüchtlingen entwickelt“, stellt Schwartz fest.

Und genau das soll durch die Ausstellung deutlich werden. Kommende Woche, am 11. und 13. Oktober, jeweils zwischen 17 und 19 Uhr, wird zu zwei weiteren Fotoshootings ins Güstrower „KommCenter“ in der Mühlenstraße 51 eingeladen. „Die Leute können einfach vorbeikommen“, sagt Alexis Schwartz. Die großformatigen Fotos der zusammengesetzten Gesichtshälften sollen dann in einer Ausstellung gezeigt werden, die am 11. November um 17 Uhr, ebenfalls im „KommCenter“, eröffnet wird. Begleittafeln sollen gleichzeitig die Abgelichteten vorstellen.

Für Lehrerin Hanka Gatter ist wichtig, mit der Aktion Ängste abzubauen. „Das funktioniert auch dadurch, indem man Menschen zusammenbringt“, sagt sie. Und Schwartz ergänzt: „Solange die Flüchtlinge bei uns sind, sollen sie sich als Teil der Gemeinschaft fühlen.“

Die Fotokampagne und -ausstellung ist eingebunden in die 16. Entwicklungspolitischen Tage in Mecklenburg-Vorpommern vom 1. bis 22. November. Neben 80 Veranstaltungen landesweit sind auch Lesungen, Filmvorführen, Gesprächsrunden und eben die Ausstellung „Wenn aus Fremden Freunde werden“ in Güstrow geplant.

 

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erstellt am 05.Okt.2016 | 21:00 Uhr

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