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Treffpunkt in Güstrow : Angebote im Komm-Center immer stärker nachgefragt

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Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Treff in der Güstrower Mühlenstraße hat sich mittlerweile etabliert. Andrang bei 2. Kreativwochenende.

Syrische Frauen mit Kopftuch sitzen neben Güstrowerinnen. Sie basteln, nähen und sind kreativ, schwatzen miteinander und lachen. Dazwischen wuseln unzählige Kinder umher. In einer Ecke des Komm-Centers in der Güstrower Mühlenstraße liegt ein großer Batzen bunter Stoffreste. „Alles gespendet von Güstrowern“, sagt Anja Meier dankbar. Die Organisatorin des 2. Kreativwochenendes zum Thema „Frühling und Ostern“ freute sich am vergangenen Wochenende über den großen Andrang im Komm-Center.

„50 Prozent Flüchtlinge, 50 Prozent Güstrower – das ist genau das, was wir wollen“, unterstreicht Anja Meier und blickt im Komm-Center umher, wo in allen Ecken gewerkelt wird. Und sie fügt hinzu: „Wir haben bisher genau das erreicht, was von Anfang an unsere Intention war, nämlich Menschen unterschiedlicher Kulturen zusammenzubringen.“ Vergangenen Juni hob sie mit ihrem Mann Christian das Komm-Center aus der Taufe (SVZ berichtete) – als Treffpunkt für alte und neue Güstrower. „Wir sind unserem Motto treu geblieben und es läuft wirklich gut“, sagt Christian Meier. „Unsere Tür steht für jeden offen. Jeder, der rein kommt, kann hier seine Ideen verwirklichen.“ Dabei sieht er das Komm-Center nicht als speziellen Flüchtlingstreff. Viele Einheimische würden das Center mittlerweile nutzen, einfach zum Quatschen oder Kaffee trinken oder auf der Suche nach Rat und Hilfe.

So hat Anja Meier auch einen Basar eingerichtet. „Die Güstrower kommen und bringen Dinge vorbei, die sie nicht mehr brauchen“, erklärt sie. Spielsachen, kleine Elektrogeräte oder Haushaltsgegenstände jeglicher Art. „Das funktioniert hervorragend“, freut sie sich. Der Basar steht für alle Bedürftigen zur Verfügung.

Jeden Tag ist mittlerweile was los im Komm-Center. Die Angebote werden immer besser angenommen. „Unser Frauentreff ist z. B. stetig gewachsen. Freitags treffen sich jetzt 40 Frauen mit Kindern“, sagt Anja Meier. Auch hat sie festgestellt, dass das Nähen immer stärker nachgefragt wird. Deshalb gibt es immer montags einen Nähkursus. Neu etabliert hat sich zudem ein Erfahrungsaustausch von alleinerziehenden Frauen. „Übrigens alles Deutsche“, so Anja Meier.

 

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erstellt am 20.Mär.2017 | 05:00 Uhr

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