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Güstrower Anzeiger

08. Dezember 2016 | 09:00 Uhr

Antigewaltwoche : Aktiv und gemeinsam gegen Häusliche Gewalt

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Ausstellung bei Awo in Güstrower Südstadt weist auf Antigewaltwoche hin / Lichteraktion am 23. November

Die diesjährige landesweite Antigewaltwoche wirft ihre Schatten voraus. Schon jetzt ist im Familien-, Freizeit-, Lernberatungszentrum der Arbeiterwohlfahrt in der Güstrower Südstadt eine Ausstellung über häusliche Gewalt zu sehen. „Kinder und häusliche Gewalt“ – so der Titel der Schau, die erzählt, wie Gewalt entstehen kann. „Sie gibt aber auch einen Ausblick darauf, wer helfen kann“, sagt Leiterin Inken Balla. Für Besucher steht ein Briefkasten bereit – hier können auch schriftlich Nöte und Sorgen mitgeteilt werden. „Unsere Besucher erhalten persönliche Hinweise, was sie im Fall des Bekanntwerdens von häuslicher Gewalt tun können. Gleichzeitig sprechen wir das Thema in den Eltern-Kind- und Gesundheitsgruppen an“, sagt Inken Balla.

Die Ausstellung ist Teil der Antigewaltwoche, die vom 21. bis 25. November bundesweit begangen wird. Auftakt der Antigewaltwoche in Mecklenburg-Vorpommern ist am 21. November in Güstrow. Eine Tagung im Bürgerhaus befasst sich ab 10 Uhr mit dem Thema „Nein zu Sexismus – Nein zu sexualisierter Gewalt“. Die Teilnahme ist kostenlos.

Zur Lichteraktion im Rahmen der Antigewaltwoche wird am 23. November auf den Güstrower Markt eingeladen. Unter dem Motto „Geht dir ein Licht auf“ soll um 16.30 Uhr ein Lichtermeer entstehen. Diese Veranstaltung wird umrahmt durch Wortbeiträge, Trommlerinnen und das Anzünden von Teelichtern. Jedes angezündete Teelicht, steht symbolisch für eine Frau im Landkreis Rostock, die in diesem Jahr häusliche Gewalt erlebt hat. „395 Frauen haben sich in diesem Jahr bereits getraut und ihre Situation durch die Kontaktaufnahme zu einer Beratungsstelle, Frauenschutzhaus oder Interventionsstelle öffentlich gemacht und um Hilfe gebeten,“ berichtet Inken Balla. „Damit kann auch 321 Kindern geholfen werden.“ Die Zahl ist steigend, was bedeutet, dass immer mehr Gewaltopfer Mut fassen und sich ihrer Situation nicht ergeben. „Das zeigt, dass sich solche Veranstaltungen wie die Ausstellung, Gesprächsrunden und die Lichteraktion lohnen und Menschen helfen“, sagt Inken Balla.

Am 23. November um 9 Uhr ist zudem eine Buchlesung bei der Awo geplant und am 22. November ab 16 Uhr eine Gesprächsrunde im Jugendklub.  

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