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Güstrower Anzeiger

28. September 2016 | 02:04 Uhr

Landkreis Rostock warnt : Ärger mit illegalen Altstoffsammlern

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

In der Region wird derzeit für die Sammlung Altstoffen geworden – nicht aber von den angemeldeten Unternehmen

Gegenwärtig verfolgt das Umweltamt des Landkreises vermehrt Anzeigen zu illegalen Altstoffsammlern und warnt vor dubiosen Angeboten, informiert Michael Fengler, Pressereferent des Landkreises. Mit einem Handzettel im Briefkasten beginnen derzeit in einigen Dörfern Altstoffsammlungen. Darauf steht, was alles abgeholt werden soll, wer sammelt aber nicht. „Diese Sammlungen ohne Anmeldung sind illegal“, sagt Marianne Hewelt aus der Unteren Abfallbehörde des Landkreises Rostock. Drei Monate vor Beginn müssen Schrott-, Papier- oder Altkleidersammlungen angemeldet werden.

Oft haben es die illegalen Sammler nur auf die einträglichen Wertstoffe abgesehen. „Was am Straßenrand liegen bleibt, bringt den Haus- und Hofbesitzern zudem noch Ärger ein, weil das Material nicht wie normaler, legaler Abfall behandelt wird“, macht Marianne Hewelt deutlich. Zuletzt gab es in der Gegend um Gnoien vermehrt illegale Altstoffsammlungen. Insgesamt registriert die Untere Abfallbehörde derzeit häufiger Anzeigen wegen illegaler Altstoffsammlungen, vor allem aus Dörfern im Landkreis Rostock. Die Städte werden offenbar gemieden. „Oftmals täuschen die Sammler auch nicht nachvollziehbare gemeinnützige Zwecke vor; in der Praxis je-doch erzielen sie Gewinne durch den Weiterverkauf“, erklärt Hewelt. Altstoffsammler müssen angemeldet sein, das schreibt das Kreislaufwirtschaftsgesetz vor. 50 Unternehmen haben das beim Landkreis getan. Seriöse Sammler geben in ihren Ankündigungen mindestens Name und Anschrift bekannt. Diese Anbieter gehen auch mit Anzeigen gegen die illegale Konkurrenz vor. Hinweise erhält die Abfallbehörde zudem von Privatleuten, den Ordnungsämtern und der Polizei. „Wer illegal Altstoffe sammelt, kann mit bis zu 50 000 Euro Geldstrafe belegt werden“, informiert Marianne Hewelt. Empfind-liche Geldbußen riskiert auch, wer die Reste illegaler Altstoffsammlungen nicht entfernt und damit Müll im öffentlichen Raum liegen lässt. „Wir empfehlen, die Wertstoffhöfe zu nutzen, um Altstoffe zu entsorgen. Das hilft auch dabei, die Abfallgebühren im Landkreis niedrig zu halten“, erklärt Hewelt. Größere Mengen können mit den angemeldeten und legal arbeitenden Altstoffsammlern entsorgt werden. Das Umweltamt berät die Einwohner gern telefonisch dabei, illegale von legalen Sammlungen zu unterscheiden. Sie sind unter 03843 75566010 oder 75566012 zu erreichen. Sie nehmen zudem Anzeigen wegen illegaler Sammlungen auf.

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erstellt am 10.Mär.2016 | 21:00 Uhr

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