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Güstrower Anzeiger

06. Dezember 2016 | 15:06 Uhr

Gutspark Weitendorf : 60 Linden für neue Parkallee

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Konzeption für Sanierung des denkmalgeschützten Gutsparks in Weitendorf wird Stück für Stück umgesetzt.

Bewegung im Gutspark in Weitendorf: Die Lindenallee mit Blick auf die Kirche wird neu bepflanzt. 60 Winterlinden von schon beträchtlichem Ausmaß werden in die Erde gesetzt. Das Projekt ist Teil eines umfangreichen Parkkonzeptes, das in den nächsten Jahren nach und nach verwirklicht werden soll. „Als nächstes sind die Hainbuchen an der Reihe“, kündigt Brigitte Knecht an.

Schon im ersten Jahrzehnt dieses Jahrhunderts mussten immer mal einzelne Bäume in dem denkmalgeschützten ehemaligen Gutspark gefällt und ersetzt werden. Vor ein paar Jahren aber wurde deutlich, dass Einzelaktionen das Problem nicht lösen, erinnert sich Brigitte Knecht, deren Sohn Artur Knecht im Herbst 2013 sein Erbe angetreten hatte. Ein Baumgutachter habe ihnen offeriert, dass 51 Bäume im Park und 56 der 60 Alleebäume nicht mehr standsicher sind. „23 Alleebäume mussten gefällt werden, weil auch kein Schnitt mehr geholfen hätte“, berichtet Brigitte Knecht. Also habe man sich entschlossen, eine denkmalpflegerische Zielsetzung für den Park erarbeiten zu lassen. In enger Zusammenarbeit mit der Naturschutzbehörde und der Denkmalschutzbehörde des Landkreises sei das schließlich gelungen. Zum Glück, so die Weitendorferin, habe sie Maibritt Olsen vom Landschaftspflegeverband Mecklenburger Agrarkultur kennen gelernt. Dieser hat sich die Entwicklung und Erhaltung der historischen Kulturlandschaft zum Ziel gesetzt. Gemeinsam sei man bei der Suche nach Fördergeldern erfolgreich gewesen. Über das EU-Programm der Entwicklung ländlicher Räume (Eler) wird die Sanierung des Parks unterstützt. Zu einem großen Teil müsste die Förderung mit Eigenmittel komplettiert werden, unterstreicht Brigitte Knecht und ist froh, von den Erfahrungen der Parkland-Managerin profitieren zu können. „Unser Landschaftspflegeverband hat seit 2009 bei der Gestaltung – Planung und Pflanzung – von zwölf Gutsparks geholfen“, berichtet Maibritt Olsen.

Eine Bedingung für die Förderung ist die freie Zugänglichkeit des Parks. „Als der Gutachter uns bescheinigt hatte, dass viele Bäume nicht mehr verkehrssicher sind, mussten wir den Park einzäunen. Der Wildzaun kommt wieder weg. Jeder soll den Park betreten können“, betont Brigitte Knecht. Ihr sei auch sehr an einer Sanierung der Teiche gelegen. Aber das Projekt müsse wohl noch ein bisschen warten. Angedacht sind auch eine Streuobstwiese mit alten Mecklenburger Sorten, eine eventuelle Sanierung des Eiskellers und ein paar mehr Blüten im Park. Als nächstes aber ist erst einmal der Heinbuchengang an der Straßenseite an der Reihe. Hier ist ein Pflegeschnitt notwendig.

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erstellt am 11.Nov.2016 | 05:00 Uhr

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