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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

29. Juli 2016 | 19:47 Uhr

Rehna : Zukunftsmusik für Firmenchefs

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Fortbildungsakademie startet Motivationsprojekt für Unternehmen und Angestellte in Rehna

Mitarbeiter motivieren und die Firma stärken, so in etwa lautet der Slogan der Fortbildungsakademie der Wirtschaft (FAW), die mit dem Projekt „Lob in Aktion“ die Unternehmen in Nordwestmecklenburg fit für die Zukunft machen will. Dabei spielt das Verhältnis Arbeitgeber und Angestellte eine nicht unerhebliche Rolle, so Volker Jödicke. Der Projektleiter der FAW stellte Wege und Möglichkeiten der Angestelltenmotivierung beim Unternehmerfrühstück im frisch sanierten Bahnhof in Rehna vor. Ort und Thema seien gut gewählt, bemerkte Dirk Dönnges, Chef der am Projekt teilnehmenden AwekProtech Rehna und Regionalleiter des Unternehmerverbandes in NWM. So bot die Vorpremiere des sanierten Bahnhofs ein passendes Umfeld für den bundesweiten Projektstart. Einen Tag der offenen Tür wird es am 22. Juni geben.

Ein Umfeld zum Wohlfühlen, wie es Unternehmen zukünftig auch ihren Mitarbeitern bieten sollten, meint Jödicke, denn bei „Lob in Aktion“ geht es um „Chancengleichheit, Personalführung, Gesundheit und Vielfalt in den jeweiligen Betrieben“.

Kurzum, Unternehmen, die im Nordwesten in Zukunft eine gewichtige Rolle spielen möchten, sollten ihre Attraktivität für Arbeitskräfte steigern. „In einem Umfeld, in dem man sich wohlfühlt, gibt es weniger Krankenstände“, so Jödicke. Untersuchungen der Krankenkassen hätten ergeben, dass allein in MV Arbeitnehmer u. a. auch wegen psychischer Erkrankungen im Schnitt 18,4 Tage im Jahr erkrankt seien. Das bedeute Produktionsausfall.

Für die Region nicht weniger gravierend dürfte nach Projektleiteransicht der Fakt sein, dass in Firmen mit weniger als neun Beschäftigten die Zahl der Auszubildenden sinkt – Nachwuchsprobleme die Existenz beeinträchtigen. „Anders bei Firmen mit 50 und mehr Beschäftigten. Deren Engagement für ein niveauvolles Arbeitsumfeld steigt und sichert den Zulauf von Nachwuchskräften“, sagt Jödicke. Man müsse sich in einer Region mit kleinstrukturierten Betrieben diesen Zukunftsfragen stellen, denn in MV liege ab dem Jahr 2020 der Altersdurchschnitt der Beschäftigten bei 50 bis 55 Jahren, so Jödicke „Lob in Aktion“ solle ein Angebot zur Selbsthilfe sein.

In jedem Fall Lob erhielt Matthias Maack von den mehr als 40 Gästen beim Unternehmerfrühstück für sein Bauprojekt Bahnhof. Sie schauten gestern bereits hinter die Kulissen des sanierten Gebäudes. Dass ein Blick sich hinter die Fassade der Kleinstadt Rehna lohnt, hob Bürgermeister Hans Jochen Oldenburg hervor: „ Rehna war mit 60 Schustern und 16 Brauern, neun Bäckereien, 20 Kaufläden früher schon eine Handwerkerstadt. Auch heute wirtschaften 100 Handwerker und Händler in Rehna.“ Eine Entwicklung, die weitere Impulse brauche. „Ab Herbst wollen wir das sechs Hektar umfassende Gewerbegebiet an der B 104 erschließen und weiteren Unternehmen Entwicklungschancen bieten“, so der Bürgermeister.

Nordwestmecklenburgs stellvertretende Landrätin Kerstin Weiss sieht die Verwaltung dabei als „Türöffner und nicht als Verhinderer“ von Bauvorhaben. Nur so könne gesichert sein, dass die Jugend im Land und nicht in die Metropolen abwandert.


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erstellt am 14.Jun.2014 | 00:00 Uhr

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