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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

23. Januar 2017 | 15:48 Uhr

Gadebusch : Zukunft Jugendarbeit: Konzept liegt vor

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Das Gespräch mit der Bereichsleiterin Jugendarbeit vom DRK Nordwestmecklenburg, Maike Frey, führte Peter Täufel

Mädchentreff und Freizeithaus beenden am Jahresende ihre Jugendsozialarbeit. Beide Einrichtungen wurden von jeweils einem Verein geführt. Nun will das DRK Nordwestmecklenburg die Jugendarbeit übernehmen.

Warum hat sich das DRK dazu entschlossen, die Jugendarbeit in Gadebusch übernehmen zu wollen?

Wir haben ja schon Jugendsozialarbeit an anderen Standorten im Landkreis, in Wismar, in Neuburg, in Boltenhagen, in Zierow. Da haben wir gedacht, in Gadebusch wird es eine gute Ergänzung zu unseren bisherigen Standorten sein. Und außerdem sind wir in Gadebusch zum Beispiel vertreten mit der ambulanten Pflege, mit dem Rettungsdienst und wir haben da auch schon Projekte gemacht. Wir haben einfach gesagt, es würde schön sein, dort auf diesem Gebiet auch tätig zu sein.

Nun beerben Sie ja zwei Jugendeinrichtungen gleichzeitig, wie sieht diesbezüglich Ihr Konzept aus?

Es war ja von vornherein so ausgeschrieben und ich finde das auch eine gute Lösung, die zwei Standorte zusammenzuführen. Weil es einfach die Chance gibt, die Kräfte zu bündeln. Beide Standorte, also sowohl Mädchentreff als auch Freizeithaus, haben eine unheimlich intensive, aufreibende, sehr gute Arbeit geleistet. Aber auf Dauer glaube ich, kann man es so nicht weiterführen. Weil es einfach für eine Stadt und für eine Region gut ist, einen konkreten Anlaufpunkt zu haben. Es kommt ja darüber hinaus hinzu, dass aus drei Personalstellen jetzt nur zwei werden, das sind die Rahmenbedingungen, die uns vorgegeben wurden. Und deswegen haben wir gesagt, es ist eine schwierige, aber auch tolle Herausforderung, aus beidem etwas neues zu gestalten. Bewährtes weiter zu entwickeln, aber auch Neues zu machen. Wir haben mit den Leiterinnen der jetzigen Einrichtungen gesprochen und dann Schlussfolgerungen für unser Konzept gezogen. Konkret heißt das, dass wir die Jugendarbeit gern an einem Ort zusammenführen würden und zwar am Standort im jetzigen Freizeithaus.

Warum im Freizeithaus?

Da haben wir lange überlegt und mit der Stadt verschiedene Optionen angeschaut. Im Gespräch war ja zum Beispiel auch das Schützenhaus. Wir haben dann gesagt, für das Freizeithaus spricht: Wir sind dort zentral, wir haben dort eine vorhandene Struktur, das heißt, die Räume müssen nicht neu instand gesetzt und ausgestaltet werden, wir haben ein Außengelände, es ist gut erreichbar und es gibt auch die Möglichkeit, dass wir es weiter nutzen können für diesen Zweck. Eine Rolle hat auch gespielt, dass es von den Schulen gut zu erreichen ist. Im Schützenhaus wäre einfach viel mehr Aufwand zu betreiben und wir glauben, dass wir das Konzept im Freizeithaus ganz gut umsetzen können.

Was wird von den bei den Jugendlichen bekannten und beliebten Dingen erhalten bleiben können und was nicht?

Wir möchten so viele wie irgend möglich von den vorhandenen Angeboten im Mädchentreff und denen direkt im Freizeithaus beibehalten. Die Tanzangebote, die Nachhilfeangebote, Kreativangebote. Wir würden gerne die Feriengestaltung fortsetzen. Da sind ganz viele Sachen, die wir weiterführen würden. Das hängt aber auch von zwei Sachen ab: Die Kinder und Jugendlichen müssen es wollen und die Kursleiter müssen es mitmachen. Das sind ja ganz tolle ehrenamtliche Kursleiter und Unterstützer, die unheimlich viel geleistet haben und wir wünschen uns, dass sie auch weiter machen mit uns als Träger. Was es in der Form wie es bisher war nicht mehr geben wird, ist das Dinomobil. Es soll zwar weiterhin bestehen, aber nicht mehr als regelmäßiges Angebot, das auf die Dörfer fährt. Das kann man mit den zwei Planstellen nicht schaffen. Da mussten wir uns einfach entscheiden, für die Konzentration auf einen Standort, der dann auch ausstrahlt und die Angebote bündelt. Wenn es die Möglichkeit gibt, fahren wir aber gern in die Gemeinden zum Dorffest oder zum Jubiläum, wenn es die personellen Kapazitäten erlauben. Vielleicht gibt es auch den ein oder anderen Ehrenamtlichen, der sagt, ich mach das mit.

Was ist mit solchen Angeboten wie „Bunter Abend“ vom Mädchentreff, auf dem zum Beispiel die Tanzgruppen das Gelernte auch präsentieren konnten?

Wir wollen auf jeden Fall die Möglichkeit beibehalten, auf einen Höhepunkt im Jahr hinzuarbeiten. Das ist auch eine ganz große Motivation für die Teilnehmer dieser Angebote. Räumlich kann man das natürlich nicht im Freizeithaus machen, das ist klar, aber wir haben zumindest den Übungsraum dort. Wo wir das dann machen, ob im Schützenhaus oder an einem anderen Ort in Gadebusch, das müssen wir dann einfach sehen.

Wann können Sie starten?

Wir haben ja Stellen ausgeschrieben und haben schon Vorgespräche mit Bewerbern geführt, aber wir können natürlich erst die Arbeitsverträge machen, wenn der Beschluss der Stadtvertreter vorliegt. Wir haben aber positive Signale seitens der Stadt und haben auch bei der Konzepterstellung eng mit der Stadt zusammengearbeitet. Die Entscheidung fällt Ende November, Anfang Dezember. Dann würden wir zügig die Einstellungen vornehmen, um dann gleich im Januar starten zu können.

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erstellt am 29.Okt.2016 | 05:00 Uhr

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