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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

08. Dezember 2016 | 03:06 Uhr

Gadebusch : Windkraft-Forum wird verschoben

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Der Termin in der Gadebuscher Feuerwehr wird auf Wunsch betroffener Bürger zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden

Sieben Monate nach einer Infoveranstaltung zum Thema Windkraft in Gadebusch sollte es am 9. November ursprünglich eine Neuauflage im Saal der Feuerwehr geben. Doch diese wird an dem Tag nicht stattfinden, sondern wird verschoben. Das kündigt die SPD-Landtagsabgeordnete Martina Tegtmeier gegenüber der SVZ an. „Der Termin am 9. November findet auf Wunsch betroffener Bürger nicht statt. Diese hatten sich an Minister Christian Pegel gewandt und ausdrücklich um eine Verschiebung gebeten haben“, so Organsisatorin Martina Tegtmeier. Nach ihren Angaben soll die Veranstaltung nun nach Abschluss der Auswertung des ersten Beteiligungsverfahrens und bevor der Planungsverband Entscheidungen dazu treffe, stattfinden. Dazu sollen dann erneut Minister Pegel sowie der Vorsitzende des Regionalen Planungsverbandes, Rolf Christiansen, sowie Nordwestmecklenburgs Landrätin Kerstin Weiss eingeladen werden. Ein konkreter Termin für das Forum in Gadebusch steht bislang noch nicht fest.

Die Interessengemeinschaft „Gemeinsam gegen den Wind“ begrüßte die Terminverschiebung. Deren Sprecherin Silke Hansen hofft, dass der neue Termin die Möglichkeit für konkrete Fragestellungen und Diskussionen mit kompetenten Gesprächspartnern ermögliche. Dafür notwendig sei allerdings eine vorherige Veröffentlichung der Ergebnisse des Beteiligungsverfahrens für konkrete Nachfragen direkt vor Ort. Denn eine Infoveranstaltung wie im April dieses Jahres wolle man in Gadebusch nicht noch einmal erleben. Damals war von Kritikern des weiteren Windenergie-Ausbaus unter anderem der Vorwurf der „bewussten Irreführung“ erhoben worden.

Einwohner haben die Sorge, dass weitere Windräder mit bis zu 230 Metern Höhe bei Gadebusch entstehen könnten – obwohl sich die Gadebuscher Stadtvertretung bereits gegen den Bau eines weiteren Windparks aussprach. Ähnlich ist die Situation im Bereich der Gemeinde Schildetal. Einwohner fürchten, dass dort zwei weitere Windeigungsgebiete ausgewiesen werden könnten.

Wie rauh der Umgangston inzwischen geworden ist, konnte Minister Christian Pegel in einem aktuellen Schreiben der Interessengemeinschaft „Gemeinsam gegen den Wind“ nachlesen. Darin tauchte unter anderem die Formulierung des „zivilen Ungehorsams“ auf. Das Schreiben erhielt auch die SPD-Landtagsabgeordnete Martina Tegtmeier zur Kenntnis. Sie stellte sich daraufhin als Organisatorin der Gadebuscher Infoveranstaltung die Frage, ob sie den Minister überhaupt noch um einen neuen Termin bitten sollte. „Das war mein erster Impuls, da in dem Schreiben nach meiner Lesart ,ziviler Ungehorsam‘ angedroht wurde.“ Die Interessengemeinschaft „Gemeinsam gegen den Wind“ stellt gestern klar: Die Formulierung sollte keine Drohung sein.

 

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erstellt am 04.Nov.2016 | 04:45 Uhr

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