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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

09. Dezember 2016 | 04:58 Uhr

Verkehrssicherheit : Wild wühlt weiter an der Autobahn

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Wildschweine nahe Wismar beschäftigen weiter Polizei, Straßenbehörden und Autofahrer. Versuche, die Tiere zu vertreiben, waren bislang erfolglos. Ist nur ein Abschuss die Lösung?

Die Wildschweine, die seit zwei Wochen für Unruhe an der Autobahn 20 bei Wismar sorgen, beschäftigen weiter Polizei, Straßenbe-hörden und Autofahrer. Wie ein Polizeisprecher gestern sagte, hält sich die Rotte trotz der Vergrämungsversuche immer noch an der Anschlussstelle Wismar-Mitte auf. Von dort kommen die Tiere fast täglich an die Fahrbahn Richtung Lübeck, wo sie den Randstreifen nach Fressbarem durchwühlen. Wegen der Unfallgefahr durch die Tiere sind in beiden Fahrtrichtungen auf etwa zwei Kilometern 60 Stundenkilometer vorgeschrieben. Wie es mit den Tieren weitergeht, wolle die Straßenbehörde ab dem 24. Oktober entscheiden, sagte eine Polizeisprecherin in Wismar. Die zuständigen Ämter halten ein Verscheuchen durch Jäger mit Hunden oder notfalls auch einen Abschuss für nötig. Die Straßenränder werden täglich geglättet, so dass schnell erkennbar ist, wenn Wildschweine wieder da waren. Für Jäger dagegen ist klar, das Futterangebot entlang der Autobahn ist vermutlich zu verlockend, so dass die Tiere nach einem Verscheuchen wohl zurückkämen. Die Autobahnmeisterei hatte zum Vergrämen als erstes Lappen mit einer stinkenden Substanz getränkt und an Holzpfosten aufgehängt. Das zeigte aber keine Wirkung bei den 12 bis 15 Tieren.

Im Frühjahr hatten bereits Rehe für Aufregung an der A20 gesorgt. Die bis zu sechs Tiere hielten sich zwischen Dummerstorf und Sanitz auf. Auch sie sollten wegen der Gefährdung des Verkehrs vergrämt werden, was ebenfalls nicht gelang. Schließlich sollten die Rehe abgeschossen werden, zahlreiche Proteste führten aber zum Umdenken. Schließlich wurden die Tiere durch eigens gespannte Zäune aufs freie Feld getrieben.

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erstellt am 19.Okt.2016 | 21:00 Uhr

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