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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

05. Dezember 2016 | 17:38 Uhr

Pflüger in Gadebusch : Wettkampf in der Königsdisziplin

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Kreisbauernverband Nordwestmecklenburg bereitet kommenden Pflüge-Wettbewerb vor / Feld vor Gadebusch als Fläche auserkoren

Alle drei Jahre ist der Kreisbauernverband Nordwestmecklenburg dran, den kreisübergreifenden Pflügewettbewerb auszurichten. Er tut dies im Wechsel mit Parchim und Ludwigslust - daran hat auch die zurückliegende Kreisgebietsreform nichts geändert. „Das Pflügen ist die Königsdisziplin im Ackerbau. Es gibt nur noch wenige, die da richtig gut sind. Und meistens sind das die Alten“, sagt Nordwestmecklenburgs Kreisbauernverbandsvorsitzender Jörg Haase.

Dementsprechend hoch ist der Prestige-Faktor dieses Wettkampfes und die Akribie in seiner Vorbereitung. Am 1. April, so wurde es gestern festgelegt, wird das Wettpflügen stattfinden. Auf einem Feld, direkt am Stadtrand Gadebuschs in Richtung Roggendorf, rechts der B 208. „Das ist so zentral gelegen, zentraler geht es wohl nicht“, freut sich Haase vor dem Hintergrund, dass solche Wettbewerbe einen gewissen Volksfest-Charakter haben. Immerhin haben jeweils etwa 1500 Schaulustige diese Veranstaltung in den letzten Jahren besucht. Da versteht es sich von selbst, dass für ein gewisses Rahmenprogramm gesorgt wird. Sowohl die Stöllnitzer Landfrauen mit Kaffee und Kuchen, als auch die Kreismusikschule „Carl Orff“ für die musikalische Untermalung sind bereits feste Größen und haben sich auch für das kommende Wettpflügen bereits angesagt.

„Die Fläche, auf der das Pflügen stattfindet, muss mindestens 40 Hektar groß sein. Darauf wird die Parzellierung durch das StALU (Staatliches Amt für Landwirtschaft und Umwelt, d. Red.) vorgenommen“ erklärt Petra Böttcher, Geschäftsführerin Kreisbauernverband NWM das Procedere. Jeder Teilnehmer erhält sein eigenes Stück Ackerfläche. Für gewöhnlich würden sechs Teilnehmer pro Kreisverband im modernen Pflügen starten, welches in den drei Kategorien Beet-, Dreh- und Azubi-Pflügen ausgetragen wird. Hinzu kommen Flächen für das vor allem bei den Zuschauern beliebte Oldtimer-Pflügen.

Das Feld, auf dem am 1. April 2017 im Wettstreit gepflügt wird, gehört Klaus Babbe. Der Landwirt aus Demern bewirtschaftet insgesamt 800 Hektar Land. Diesen Acker muss er nun vorerst brach liegen lassen. „Da war jetzt Mais drin und nach dem Pflügewettbewerb kommt auch wieder Mais rein“, sagt Babbe. Ansonsten gäbe es dazu nicht viel zu sagen. Außer vielleicht, dass es eine relativ ebene Fläche ist, auf der die Pflüger Anfang und Ende ihrer Furche sehen können. Wer dann die beste zieht, gerade und gleichmäßig, in vorgeschriebener Tiefe, wird am Ende Sieger.

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erstellt am 21.Nov.2016 | 21:00 Uhr

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