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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

03. Dezember 2016 | 05:38 Uhr

Rassezucht : Wer hat den schicksten Rammler?

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Offene Ortsschau des Kreisverbandes findet am Wochenende im Vereinsheim des Schönberger Rassekaninchen-Zuchtvereins statt

Die offene Rassekaninchen-Schau des Kreisverbandes Nordwestmecklenburg findet in diesem Jahr beim Rassekaninchen-Zuchtverein in Schönberg statt. Am Wochenende werden dazu 26 Züchter von den Ortsvereinen Schönberg, Grevesmühlen, Wismar, Bad Kleinen und Sandesneben aus dem Nachbarbundesland Schleswig-Holstein insgesamt 177 Tiere ausstellen. „Vom Deutschen Riesen mit einem Mindestgewicht von zehn Kilogramm bis zum Zwergwidder mit einem Maximalgewicht von 1,1 Kilogramm sind etwa 30 Rassen vertreten“, sagt Burkhard Stopperka, Vorsitzender des Schönberger Rassekaninchenzüchtervereins.

Der 60-Jährige selbst wird mit einer Neuzüchtung auf der Schau vertreten sein. Die blauen „Holicer“ haben erst im vergangenen Jahr die offizielle Zulassung als Rasse erhalten. Der Name stammt vom Ursprungsort, dem tschechischen Holice. Dort entstand in den 1950-er Jahren diese Rasse durch Kreuzung. „Die Holicer sind von der Farbe her ähnlich wie die Blauen Wiener. Die habe ich vorher gezüchtet. Aber die haben ein Gewicht von 5,5 Kilogramm, das war mir jetzt zu schwer“, erklärt der Züchter. Ein Holicer darf maximal 3,25 Kilogramm auf die Waage bringen.

Die Gadebuscher Züchter um Vereinschef Peter Kalugin sind diesmal nicht auf der Schau vertreten. Kalugin selbst war erst am vergangenen Wochenende mit seinen Kaninchen der Rassen „Rote Neuseeländer und „Angora weiß“ auf Clubvereinsschauen in Hessen. Züchterkollege Mario Langhans mit seinen „Russen schwarz/weiß“ in Bremen. „Man kann nicht überall sein. Schließlich müssen die Tiere auch vorbereitet werden und generell bedeuten solche Ausstellungen auch Stress für die Kaninchen“, begründet der in Schlagresdorf beheimatete Vorsitzende das Fernbleiben des Gadebuscher Vereins. Auch die anderen Mitglieder des Ortsvereins sähen im Zusammenhang mit Landes- und Bundesschauen, bei denen sie aktiv sind, diesmal in Schönberg keine Chance teilzunehmen. Es sei zwar schade, weil es beim Nachbarverein sei, aber die Züchterkollegen verstünden das, ist sich Kalugin sicher.

Für die Züchter, die ihre Tiere am Wochenende präsentieren, geht es einerseits um Prestige, andererseits ums Geld. Hintergrund ist, dass die Kaninchen auch auf dieser Ausstellung bewertet werden. Eine unabhängige, dreiköpfige Punktrichter-Jury aus Schleswig-Holstein wird die Begutachtung vornehmen. Dabei gibt es die Bewertung einzelner Tiere und die Bewertung von Zuchtgruppen, die aus vier Tieren bestehen. „Es gilt maximal 100 Punkte zu erreichen, gewertet in sieben Kategorien, aber dieser Wert ist kaum zu erreichen“, weiß Burkhard Stopperka. Nach der erreichten Punktezahl richtet sich dann der Wert des Kaninchens. So versteht es sich von selbst, dass Besucher der Ausstellung die Tiere auch käuflich erwerben können.

Geöffnet ist die Schau Sonnabend in der Zeit von 10 bis 18 Uhr und am Sonntag von 10 bis 14.30 Uhr im Vereinsheim in der Schönberger Ludwig-Bicker-Straße.

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erstellt am 14.Okt.2016 | 04:45 Uhr

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