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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

26. August 2016 | 21:55 Uhr

Wismar : Vermummte prügeln auf Flüchtlinge ein

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Mehrer Täter griffen mit Baseballschlägern die zwei Männer vor der Notunterkunft des Landes an

In der Kreisstadt Wismar ist am Sonnabend Abend eine Notunterkunft für Flüchtlinge angegriffen worden. Dabei wurden zwei Männer aus Syrien verletzt. Sie gaben gegenüber der Polizei an, dass mehrere Angreifer vermummt und mit Baseballschlägern und anderen Waffen ausgerüstet waren. Die Syrer wurden bei dem Angriff so schwer verletzt, dass sie ambulant in einem Wismarer Klinikum behandelt werden mussten. Sie konnten anschließend das Klinikum wieder verlassen und befinden sich wieder in der Notunterkunft im Stadtteil Friedenshof.

Landrätin Kerstin Weiss verurteilte den Angriff auf die Notunterkunft für Flüchtlinge. „Jegliche Übergriffe sind inakzeptabel und generell zu verurteilen“, sagte sie auf SVZ-Anfrage. Sie hoffe, dass die Tatverdächtigen möglichst schnell ermittelt werden können. Sie wolle nach Möglichkeit noch heute die Notunterkunft in Wismar besuchen.

Der Bundestagsabgeordnete Frank Junge (SPD) geht von einem fremdenfeindlichen Angriff aus. „Das ist so widerlich! In meinen Augen sind das nicht nur hochgefährliche Kriminelle, die mit ihrem Angriff kalkuliert den Tod der Attackierten in Kauf nehmen. Das sind für mich Feiglinge, die sich hinter ihrer Maskierung sicher fühlen, um solche Anschläge zu begehen“, erklärte Junge. Er hofft, dass die Polizei die Täter dingfest macht und sie konsequent einer gerechten Strafe zugeführt werden. „Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Gewalt dürfen in unserer offenen und toleranten Gesellschaft keinen Platz haben“, so Junge.

Derzeit leben knapp 1000 Flüchtlinge und Asylbewerber im Landkreis Nordwestmecklenburg. Der Landkreis geht davon aus, dass die Zahl der Schutzsuchenden bis Ende des Jahres auf 1500 steigen könnte.

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erstellt am 01.Nov.2015 | 17:00 Uhr

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