zur Navigation springen

Gadebusch-Rehnaer Zeitung

03. Dezember 2016 | 16:38 Uhr

NWM / Schwerin : Unbekannte belästigen Kinder

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Polizei sucht nach silberfarbenem Pkw. Unbestätigte Meldungen sorgen für Diskussion im Internet

Unbekannte, die Kindern ansprechen und der angebliche Fall einer Kindesentführung in Nordwestmecklenburg sorgen für reichlich Diskussionsstoff in den sozialen Medien. Wie Polizeisprecherin Nancy Schönenberg gegenüber der SVZ mitteilte, geht die Polizei entsprechenden Hinweisen nach. Während es für eine Kindesentführung keinerlei Anhaltspunkte gibt, sucht die Polizei nach einem silberfarbenen Pkw. Aus diesem heraus sollen in mehreren Orten Kinder angesprochen worden sein. „Nach aktuellen Erkenntnissen kam es zu keinem Übergriff auf eines der Kinder und auch ein anderer strafrechtlicher Sachverhalt lässt sich bislang nicht erkennen“, so die Polizei. Nach Aussagen von Kindern hielt am Sonntagnachmittag das besagte Auto vor einem „Tante Emma-Laden“ in Herrnburg.

Der Fahrer soll den Kindern das „Victory“-Symbol mit den Fingern gezeigt haben, während der Beifahrer die Kinder zu sich heranwinkte. Beide Kinder liefen weg, teilt die Polizei weiter mit. Ein weiteres Kind gab an, am Mittwoch vor einem Schulhort in Selmsdorf angesprochen worden zu sein. Auch in diesem Fall lief das Kind weg.

„Über soziale Medien verbreiteten sich seitdem mehrere Gerüchte darüber, dass es in anderen Orten zu ähnlichen Sachverhalten gekommen ist. Diese Informationen haben sich als falsch erwiesen“, so Schönenberg. Die Polizei bittet um einen sorgsamen Umgang mit sensiblen Informationen in den sozialen Medien. „Es ist ratsam, lieber einmal mehr die Polizei zu kontaktieren und umgehend bei verdächtigen Personen- oder Fahrzeugbewegungen zu informieren“, so Schönenberg.

Die Fahndung nach dem silberfarbenen Pkw mit Lübecker Kennzeichen blieb bislang ergebnislos. Hinweise dazu nimmt jede Polizeidienststelle entgegen.


Mann belästigt Mädchen im Schulbus

 

Ein Vorfall im Schulbus, der von Crivitz nach Demen fuhr, beschäftigt die Polizei, die Grundschule und die betroffene Familie: Am Dienstagnachmittag berührte ein Mann mehrfach das blonde Haar eines siebenjährigen Mädchens, streichelte dem Kind über den Kopf. Das war dem Mädchen unangenehm. Sie sprach den Mann, hinter ihr saß, an und forderte ihn auf, das zu unterlassen. Sie fühlte sich belästigt.

Das Mädchen stieg wenig später aus dem Bus aus, ging nach Hause und berichtete seinen Eltern von den Geschehnissen. Laut Beschreibung des Mädchens hat der Mann dunkle Haare, könnte ein Zuwanderer sein. Die besorgten Eltern schalteten die Polizei ein und erstatteten Anzeige gegen Unbekannt – wegen Beleidigung. Die Polizei leitete sofort Ermittlungen ein. Die Beamten nahmen auch Kontakt zu den Betreuern der in Demen untergebrachten Flüchtlinge auf. „Derzeit gibt es keine Hinweise auf ein sexuelles Motiv“, sagt der Ludwigsluster Polizeisprecher Klaus Wiechmann auf Nachfrage unserer Redaktion. Dennoch werde der Vorfall ernst genommen und genau überprüft. Es gehe darum, aufzuklären, was im Bus geschehen ist. Hintergrund für den nicht angebrachten Körperkontakt könnte auch der weit verbreitete Glaube sein, dass das Berühren von blonden Haaren Glück bringe.

Parallel zu den Ermittlungen der Polizei war der Vorfall gestern Thema in der Crivitzer Grundschule. In der Klasse der Siebenjährigen wurde der Vorfall besprochen, das Verhalten gegenüber Fremden trainiert.

 

Werner Mett

zur Startseite

von
erstellt am 13.Okt.2016 | 21:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen