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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

09. Dezember 2016 | 16:29 Uhr

Polizisten angegriffen : Tod nach Schlägerei sorgt für Unruhe in Wismar

vom

Eine Kneipenschlägerei in Wismar eskaliert und ein 26-jähriger Mann stirbt. Der polizeibekannte Gast soll den Streit selbst begonnen haben. Eine Nacht später haben Bekannte des 26-Jährigen die Polizei attackiert.

Der Tod eines Mannes bei einer Kneipenschlägerei am Samstagabend in Wismar sorgt für Unruhe in der Hansestadt und bleibt zunächst rätselhaft. „Die Todesursache ist noch unklar, ein Ergebnis der Obduktion wird erst am Dienstag erwartet“, sagte Thorsten Kopf, Sprecher der Staatsanwaltschaft Schwerin, der Deutschen Presse-Agentur. So wird inzwischen nicht nur wegen der Schlägerei sondern auch wegen des Verdachts des Landfriedensbruchs gegen Bekannte des Toten ermittelt. Sie sollen am Sonntagabend bei einer Gedenkveranstaltung nahe der Gaststätte Polizisten attackiert haben, die die Kneipe absperrten, wie eine Polizeisprecherin erklärte. Etwa 30 Bekannte hätten sich versammelt und die Polizisten beleidigt und mit Flaschen beworfen.

Laut Staatsanwaltschaft bestehe derzeit der Verdacht der Körperverletzung mit Todesfolge. Den Ermittlungen zufolge soll der polizeibekannte Mann aus Wismar am Samstagabend mit Gästen in dem Lokal, in dem ein Dart-Turnier lief, in Streit geraten sein. Er wurde der Gaststätte verwiesen, soll aber kurz danach - etwa eine halbe Stunde vor Mitternacht - mit zwei Bekannten wiedergekommen sein.

Zeugen berichteten, dass der 26-Jährige dann wieder Streit mit dem gleichen Gast begonnen und ihn auch angegriffen haben soll. Andere Gäste gingen dazwischen und brachten den 26-Jährigen zu Boden. Retter und die Polizei wurden gerufen. Rettungskräfte hätten den 26-Jährigen schwer verletzt aus der Kneipe geholt, später sei er gestorben.

Das Motiv der Auseinandersetzung sei noch unklar, sagte Kopf. Auch ob der Getötete unter Alkohol oder Drogen stand, wisse man noch nicht.  Hinweise auf einen politischen Hintergrund gebe es aber nicht. Die Polizei wollte am Abend mit mehreren Beamten wieder in der Innenstadt patrouillieren, um weitere Eskalationen zu vermeiden.

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erstellt am 07.Nov.2016 | 15:31 Uhr

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