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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

29. August 2016 | 09:15 Uhr

Polizei ermittelt : Tierärzte retten vergiftete Hunde

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

In Perlin und Schönhof müssen Vierbeiner behandelt werden. Tiere sollten nur noch angeleinte ausgeführt werden

Hundehalter sollten zurzeit besonders wachsam sein. In Perlin und Schönhof bei Mühlen Eichsen sind in den vergangenen Wochen Vierbeiner mit Vergiftungserscheinungen behandelt worden. Ein Hund starb vor ein paar Tagen daran.

Eine Frau aus Perlin war am Wochenende mit ihrem Vierbeiner vorsorglich zum Tierarzt gefahren. „Der Hund hatte sich erbrochen“, sagt Tierärztin Henriette Otto aus Dalberg. „Wir haben ihm Vitamin K gegeben.“ Das wirke gegen Rattengift.

Merkwürdig an diesem Fall: Auch der Hund des Nachbarn hatte Symptome einer Vergiftung gezeigt und war gestorben. Beide Vierbeiner hatten nach Aussagen der Polizei die Grundstücke aber nicht verlassen. Wie also kam das Gift zu den Tieren? Die Polizei ermittelt nun und bittet um Hinweise zu den Vorfällen. Zeugen können sich im Revier unter der unter der Telefonnummer: 03886-7220 melden.

Ähnliches ereignete sich vor drei Wochen in Schönhof. Auch hier fiel den Besitzern auf, dass es den Tieren sehr schlecht ging und auch hier, kann sich keiner erklären woher das Gift gekommen ist.

„Sie könnten Köder gefressen haben“, sagt die Veterinärmedizinerin Henriette Otto. „Es kommen aber auch Pestizide aus der Landwirtschaft in Betracht.“ Die Medizinerin versucht nun zu klären, was genau passiert ist. Gerüchte wonach auch in Gadebusch, Dorf Mecklenburg, Brüsewitz und Lützow Hunde betroffen waren, haben sich bislang nicht bestätigt. Weder Polizei noch Tierärzte der Umgebung haben davon etwas gehört.

Grund zur Panik besteht nicht. „Wir können zwar nicht ausschließen, dass die Tiere absichtlich vergiftet wurden. Aber es gibt viele Möglichkeiten“, sagt Tierärztin Otto. Den Hundebesitzern rät sie aber trotzdem, die Tiere beim Spaziergang an der Leine zu führen und aufzupassen, was sie fressen.

Vor zwei Jahren hatte ein ähnlicher Vorfall bei Hundebesitzer in Wismar für Aufregung gesorgt. Zweimal musste damals ein Mischlingshund Damon wegen starker Vergiftungserscheinungen nach dem Spazierengehen behandelt werden. Die Besitzerin hatte Zettel mit Warnungen ausgehängt. Wie sich der Hund vergiftete hatte, ließ sich auch damals nicht klären. Doch der Verdacht, dass Hundehasser unterwegs sein könnten, stand im Raum. Sollten Hundebesitzer den Verdacht haben, ihre Tiere haben Gift gefressen, sollten sie umgehend einen Tierarzt aufsuchen.


 
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erstellt am 24.Nov.2015 | 17:22 Uhr

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