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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

30. Juni 2016 | 19:33 Uhr

Lützow : Stürme erfordern mehr Einsätze

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Doch oftmals wäre die Freiwillige Feuerwehr Lützow gar nicht zuständig gewesen, sagt Wehrführer Reiner Maas

Umgestürzte Bäume, Wohnungs- oder Waldbrände, Verkehrsunfälle. Insgesamt 47 mal wurden die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Lützow im vergangenen Jahr zu Einsätzen gerufen. „So oft mussten wir noch nie zuvor raus. Im Schnitt haben wir sonst 25 Einsätze pro Jahr“, sagt Reiner Maas.

Ursache für die beinahe Verdoppelung der Einsatzzahlen sei die wachsende Anzahl von Stürmen. „Leider rufen uns viele Menschen, obwohl dies gar nicht nötig gewesen wäre“, erklärt der Lützower Wehrführer weiter. Oft seien die herabgestürzten Äste so klein, dass die Kameraden diese regelrecht suchen müssten, weil der Wind sie schon wieder weggeweht hat. Und andererseits sei die Feuerwehr für verschiedene Einsätze häufig gar nicht zuständig. „Wir kommen normalerweise erst ins Spiel, wenn Menschenleben in Gefahr sind. Ist dies nicht der Fall, kann sich beispielsweise die zuständige Straßenmeisterei genauso gut um herabgestürzte Äste und umgeknickte Bäume kümmern“, so der 33-Jährige. Die Zahl der Einsätze und die Belastung für die ehrenamtlich tätigen Einsatzkräfte wären dann erheblich geringer.

Doch was ist, wenns brennt und irgendwann geht niemand mehr hin? Weil niemand mehr da ist, der hingehen könnte? Werden noch genug Bürgerinnen und Bürger bereit sein, ehrenamtlich in der freiwilligen Feuerwehr ihren Mitbürgern helfend zur Seite zu stehen, wenn sie dringend gebraucht werden? „Um dies zu gewährleisten, passe ich auf, dass wir mit unseren Mitgliederzahlen nicht zu stark ins Hintertreffen geraten“, sagt Wehrführer Maas. Soll heißen: Mitglieder werben.

„In unserer Feuerwehr und Jugendfeuerwehr sind noch Plätze frei. Und ich habe lieber einen Kameraden zu viel bei einem lebensrettenden Einsatz dabei als einen zu wenig“, sagt Reiner Maas. Wer sich erst einmal ein Bild von der Tätigkeit in der freiwilligen Feuerwehr machen möchte, kann dies jeden ersten Dienstag im Monat ab 18.30 Uhr in der Feuerwache in der Lützower Lindenallee.

30 Kameraden, ein Drittel davon sind Frauen, gewährleisten in Lützow derzeit Brand- und Katastrophenschutz sowie Rettungsdienst. Das sind vier mehr, als es das neue Brandschutz- und Hilfeleistungsgesetz Mecklenburg-Vorpommern fordert. Insgesamt hat die Lützower Wehr 76 Mitglieder. Davon sieben sechs- bis zehnjährige „Florentiner“ sowie 19 zehn- bis 18-jährige junge Leute in der Jugendfeuerwehr. Zum Fuhrpark der Freiwilligen Feuerwehr Lützow gehören vier Fahrzeuge.

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erstellt am 19.Jan.2016 | 00:43 Uhr

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