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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

06. Dezember 2016 | 15:04 Uhr

Wintereinbruch in Gadebusch : Stromausfall und 45 Unfälle

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Zeitweilig waren 2500 Haushalte vom Stromnetz abgeschnitten / Neun Menschen auf glatten Straßen verletzt

Durch den Wintereinbruch ist es zu großflächigen Störungen in der Mittel- und Niederspannungsebene gekommen. So waren Dienstagabend zeitweilig bis zu 2500 Kunden in der Netzregion Gadebusch nicht mit Strom versorgt. Das teilte gestern die Wemag mit. Die überwiegende Zahl der Kunden konnte noch am selben Abend wieder versorgt werden, lediglich im Gebiet Lützow und Goldenitz (Landkreis Ludwigslust-Parchim) konnte über Nacht keine Wiederversorgung erfolgen.

Der größte Teil der Störungen wurde durch herabfallende Äste und umgebrochene Bäume verursacht. „Zum Teil sind die Reparaturarbeiten schwierig, insbesondere dort, wo aufgrund der schweren Schneelast der teils noch belaubten Bäume weitere Gefahren durch abbrechende Äste oder umstürzende Bäume drohen. Wir bitten unsere Kunden um Verständnis, jedoch geht in der aktuellen Situation die Sicherheit der Mitarbeiter vor Ort vor. Alle verfügbaren Kräfte arbeiten an der schnellen Wiederversorgung in den betroffenen Orten“, so Andreas Haak, Geschäftsführer der Wemag Netz GmbH.

Nach dem plötzlichen Wintereinbruch hat gestern auch die Polizei eine erste Zwischenbilanz gezogen. So ereigneten sich innerhalb von 24 Stunden insgesamt 45 Verkehrsunfälle mit neun Verletzten. Der Schaden wird auf 150 000 Euro geschätzt.

Primär ursächlich für die überwiegende Anzahl der Unfälle sei eine nicht an die Witterung angepasste Geschwindigkeit gewesen – Autofahrer kamen von der Straße ab oder gerieten ins Schleudern.

Auch ein zu geringer Sicherheitsabstand habe zu Unfällen geführt. In einigen Fällen stellte die Polizei bei beteiligten Fahrzeugen fest, dass diese mit Sommerreifen unterwegs waren. Vorsorglich stoppte die Autobahnpolizei Metelsdorf zwei Lkw mit Sommerreifen. Ihnen wurde die Weiterfahrt bis auf weiteres untersagt.

Die Polizei wies erneut darauf hin, dass Ordnungswidrigkeiten im Zusammenhang mit fehlender Winterbereifung mit 60 bis 120 Euro und einem Punkt geahndet werden. „Im Falle eines Verkehrsunfalls können zudem versicherungs- und haftungsrechtliche Konsequenzen folgen“, so Axel Koeppen von der Polizeiinspektion Wismar.


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erstellt am 09.Nov.2016 | 21:00 Uhr

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