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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

09. Dezember 2016 | 04:51 Uhr

Grenzberichte : Stele erinnert an historische Grenzöffnung

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

In Erinnerung an die Grenzöffnung vor 27 Jahren – am 12. November 1989 – weihte der Ratzeburger „Heimatbund und Geschichtsverein“ am Sonnabend eine Informationstafel an der ehemaligen innerdeutschen Grenze an der B 208 ein.

Zahlreiche Bürger sowie Repräsentanten des öffentlichen Lebens waren der Einladung des Ratzeburger „Heimatbundes und Geschichtsverein“ gefolgt.

Die Informations-Stele informiert anhand von zahlreichen Bildern und erläuternden Texten über das tödliche Grenzsperrsystem der DDR. Der mit dem „Barber-Lyaschenko-Abkommen“ vom 13. November 1945 zwischen der englischen und sowjetischen Besatzungsmacht beschlossene folgenreiche Gebietsaustausch von lauenburgischen und mecklenburgischen Gemeinden wird mit einer Übersichtskarte dokumentiert.

Die Schleifung von Dörfern wie u. a. Neuhaus und Lankow im unmittelbaren DDR-Grenzgebiet sowie die Zwangsumsiedlungen der Bewohner in das Innere der DDR werden dargestellt. Über einen QR-Code kann mit dem Handy eine Sequenz abgerufen werden, in der die Euphorie über die Grenzöffnung bei Mustin erlebbar wird.

Die „Enthüllung“ der Informations-Stele wurde durch den Mustiner Posaunenchor begleitet. Die Moderation bei der Einweihung der Stele führte der Historiker Hartwig Fischer durch. Grußworte überbrachte der schleswig-holsteinische Landtagspräsident Klaus Schlie. Der Landtagspräsident würdigte die Initiative: „Dem Verein sei maßgeblich zu verdanken, dass in Mustin an dieses wichtige deutsche Kapitel und dessen historische Bedeutung erinnert wird. Mein tiefer Wunsch ist es, dass wir uns dieses Miteinander bewahren, ohne dass Mauern, Hass und Gewalt uns daran erinnern, was Menschen in einem Land eigentlich zusammenhält.“ Nordwestmecklenburgs Kreistagspräsident Klaus Becker überbrachte die Grüße aus der Nachbarschaft.

 

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