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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

25. März 2017 | 03:00 Uhr

Tüten für Bello in Gadebusch : Stadt rüstet auf: Hundeklos sind da

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Die in der Schweiz und Frankreich produzierten Boxen sollen in Gadebusch für mehr Sauberkeit sorgen

Sie werden in der Schweiz und Frankreich produziert und sollen nun in einer mecklenburgischen Kleinstadt für etwas mehr Sauberkeit sorgen. Die Rede ist von Hundetoiletten der Firma belloo. Drei Exemplare davon sind inzwischen im Stadtgebiet installiert worden. Sie befinden sich in der Jarmstorfer Straße, dem Amtsbauhof und in unmittelbarer Nähe des Güstower Spielplatzes.

Die 74 Zentimeter hohen und 39 Zentimeter breiten Boxen können jeweils mit bis zu 400 Beuteln bestückt werden. Kleine Einwurföffnungen sollen das illegale Entsorgen des Hausmülls verhindern und gleichzeitig Schutz vor der „Plünderung“ durch Tiere wie Füchse und Krähen bieten.

Eine der drei Hundetoiletten
Eine der drei Hundetoiletten Foto: Michael Schmidt

Der Vorsitzende des Hundesportvereins Gadebusch, Dirk Rappenberg, begrüßt die Installation der Hundetoiletten. „Ich finde es gut, dass die Stadt diesen Schritt geht. Denn wir sehen den Trend, dass sich in Gadebusch immer mehr Menschen für einen Hund entscheiden“, sagt Rappenberg. Gleichzeitig bricht er eine Lanze für viele Hundehalter, die sich der Verantwortung bewusst seien, die Hinterlassenschaften ihrer Tiere zu beseitigen. „Leider würden aber ein paar wenige Halter, die sich nicht korrekt verhalten, ein schlechtes Licht auf andere werfen“, beklagt Dirk Rappenberg. Wozu das führen kann, wurde vor zweieinhalb Wochen in der Gadebuscher Ringstraße deutlich. Dort waren auf einem Abschnitt von etwa 30 Metern rund 60 tierische Hinterlassenschaften in unmittelbarer Nähe zu einem Gehweg zu finden. Der Gartenbesitzer Björn Hildebrandt hatte daraufhin die Nase voll. Er zimmerte aus Holz zwei Hundekottütenspender und rammte sie in die Erde. Darüber hinaus markierte er die rund 60 tierischen Hinterlassenschaften mit biologisch abbaubarer Farbe, die im Forstbereich und Straßenbau verwendet wird.

Durch die Farbmarkierungen wollte er verhindern, dass Fußgänger aus Versehen in diese stinkenden Haufen treten. „Jeder weiß wohl, wie ekelhaft und unangenehm es ist, in solch einen Haufen zu treten. Hinzu kommt, dass dieser Gehweg auch von Schulkindern benutzt wird“, sagte Hildebrandt.

Als Hunde-Hasser will sich der 40-jährige Gadebuscher nicht verstanden wissen. „Die Hunde können nichts dafür, wenn Frauchen oder Herrchen die tierischen Hinterlassenschaften nicht entfernen“, so Hildebrandt.

Seitdem die selbstgezimmerten Tütenspender in der Ringstraße stehen, seien keine neuen Hundehaufen hinzugekommen. In spätestens zwei Wochen will Björn Hildebrandt den Tütenvorrat wieder auffüllen. Kostenlose Tüten zum Entfernen tierischer Hinterlassenschaften sind auch im Gadebuscher Bürgerbüro erhältlich.

Eigentlich sind in der Münzstadt alle Hundehalter darüber schriftlich belehrt worden, die tierischen Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner zu beseitigen. Wer dagegen verstößt und erstmals erwischt wird, muss mit einer Verwarnung rechnen. Wenn das nicht hilft, bittet das Amt Gadebusch beratungsresistente Hundehalter zur Kasse.

 

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erstellt am 15.Mär.2017 | 04:45 Uhr

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