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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

04. Dezember 2016 | 09:09 Uhr

MC Rehna : Sein Leben ist der Motorsport

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Der MC Rehna begeht am heutigen Sonnabend sein 50-jähriges Bestehen - Heinrich Teegen war von Anfang an dabei

Der MC Rehna ist Heinrich Teegen und Heinrich Teegen ist der MC Rehna. So lässt sich die Beziehung zwischen dem heute 76-Jährigen und dem Motorsportclub der Klosterstadt auf den Punkt bringen. „Wir waren damals zehn, zwölf Mann mit Motorrädern und wollten damit irgendwie Rennen fahren“, erinnert sich Teegen. Damals war 1959/60 und nur die Wenigsten hatten überhaupt die Möglichkeiten für so einen Sport. Doch der gelernte Motorradschlosser, der in einer privaten Werkstatt in Rehna gelernt hatte und später dann in der Schweriner Niederlassung arbeitete, hatte beste Voraussetzungen. „Unserem Chef hat das ja auch gefallen und er hat uns unterstützt“, so Teegen. Demzufolge gründete er gemeinsam mit ein paar weiteren Enthusiasten 1961 den MC Gadebusch und zwei Jahre später gemeinsam mit Heinrich Meyer bei Dynamo Schwerin die Abteilung Motorsport.

Doch der MC Gadebusch brach schon bald wieder zusammen. „Es hat sich ja alles in Rehna abgespielt“, hat Teegen die Erklärung. Und so wurde am 12. November 1966 der MC Rehna aus der Taufe gehoben. „Die Stadt hat uns hier auf dem Gelände eine Scheune zur Verfügung gestellt. Die ist aber bereits ein Jahr später ohne unser Verschulden abgebrannt. Im Jahr darauf haben wir angefangen das Gebäude, welches jetzt unser Vereinsheim ist, als Werkstatt aufzubauen“, berichtet der Rentner aus den Anfangsjahren. Diese sei mit allem Schnickschnack und Pipapo ausgestattet gewesen. Als Renn- und Trainingsstrecke für Motocross diente damals die Anlage am Jensenberg in Gadebusch. Motocross war zunächst auch die alleinige Motorsportdisziplin. Doch schon bald kam der Bahnsport auf Sand und Gras hinzu und ab 1971 noch der Geländesport, auch Enduro genannt.

Rennen fuhr Heinrich Teegen bereits ab 1960. Zuerst Motocross, später dann auch Bahnrennen. „Am Anfang waren das noch Eigenbauten. Das heißt, das waren ganz normale Straßenmaschinen - Lampe ab, Auspuffrohr ab, andere Reifen drauf und ab ging’s auf die Piste“, schildert der Veteran die Umstände von damals. AWO und die ESO aus der Tschechoslowakei waren die Motorradmarken. Später gab es dann Werksmaschinen. „Das waren abgelegte Cross-Motorräder von den großen Vereinen, Dynamo Schwerin oder Dynamo Erfurt“, erklärt Teegen die Situation. Zu seinen größten Erfolgen in seiner Rennsport-Karriere gehören der 3. Platz der Deutschen Meisterschaft der DDR bei den Junioren 1965 im Motocross und ebenfalls 3. bei den Deutschen Bahnsportmeisterschaften der DDR in der 500 Kubikzentimeter-Klasse 1971. Den aktiven Rennsport beendete Heinrich Teegen 1974. „Leider wurde der Motorsport in der DDR nicht unterstützt, zumindest nicht bei kleineren Clubs“, bedauert Teegen rückblickend. Aber das sei auch in der heutigen Zeit so. Wer diesen Sport betreiben wolle, müsse im Jahr fünf- bis zehntausend Euro „übrig haben“, macht der ehemalige Vereinsvorsitzende deutlich.

42 Jahre, von 1972 bis 2014 führte Heinrich Teegen den MC Rehna, bevor er vom aktuellen Vorsitzenden Torsten Gumz abgelöst wurde. Am kommenden Sonnabend, also genau eine Woche nach dem eigentlichen Gründungsdatum, feiert der MC Rehna seinen 50. Geburtstag dann mit einem gebührend großen Fest.

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erstellt am 12.Nov.2016 | 16:00 Uhr

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