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Workshop im Grenzhus Schlagsdorf : Seenlandschaft besser verknüpfen

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Teilnehmer eines „Visionen-Workshops“ sammeln Ideen für bessere Vernetzung von Ost und West

Die ehemalige innerdeutsche Grenze zwischen Ost und West ist in der Schaalseeregion noch bei den meisten Anwohnern vorhanden. Darüber waren sich die mehr als 30 Teilnehmer eines Workshops im Schlagsdorfer Grenzhus einig. In zwei Workshops stellten sie sich der Herausforderung, die Region besser zu vernetzen und die ehemalige innerdeutsche Grenze nicht mehr als Barriere zwischen Ämtern und Bewohnern zu sehen.

„Ich arbeite bei der Biosphäre Schaalsee-Elbe, aber meine Arbeit endet an der Grenze Mecklenburg-Vorpommern. Für die schleswig-holsteinischen Arbeiten sind andere zuständig“, erklärte Heidrun Schütze und zeigte sich damit alles andere als begeistert. Sie begleitete aufgrund ihrer Erfahrungen gleich beide Workshops, wies die Teilnehmer immer wieder auf bestehende Probleme hin. So gingen alle Interessierten der Frage nach: „Schaalsee-Landschaft - Wo wollen wir hin?“. „Wir möchten Visionen erarbeiten und sehen, ob sich davon was umsetzen lassen kann“, erklärte Gerd Schriefer vom Förderverein Biosphäre Schaalsee-Elbe. Genauso sah es auch BUND-Mitarbeiter Hans-Heinrich Stamer und Initiator William Boehart vom Lauenburgischen Kunstverein. „Es muss übergreifende Projekte geben. Wir wollen heute eine Bestandsaufnahme machen, um am Ende das besser zu verknüpfen, was diese Landschaft ausmacht“, erklärte Boehart. Doch genau daran schienen sich die Teilnehmer der Workshop-Gruppen zunächst die Zähne auszubeißen. „Wir mussten zunächst einmal herausbekommen, was diese Gegend einzigartig macht. Warum wollen Menschen hierher kommen? Das war nicht einfach. Wir haben keine klare Identität gefunden“, sagte Heidrun Schütze. Ihrer Meinung nach gäbe es keinen zentralen Ansprechpartner rund um die Seenlandschaft, keine klare Architektur, nichts Haptisches, womit man klar werben könnte.

„Ob wir unsere Ideen jemals in die Praxis umsetzen können, werden wir sehen. Aber auf jeden Fall soll es nicht nur ein Workshop bleiben“, sagte sie und bot an, sich ein weiteres Mal, dann im Zarrentiner Pahlhuus, zu treffen. „Wir müssen das Potential herausarbeiten und unsere Region lebendiger machen. Ich denke, wir sind auf einem guten Weg“, sagte auch William Boehart vom Lauenburgischen Kunstverein.

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erstellt am 20.Mär.2017 | 21:00 Uhr

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