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Grand Prix de la Männerballett : Schönberg holt den Grand Prix im Männerballett

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Team aus der Maurinestadt siegt beim Männerballett. ECC Mühlen Eichsen auf Platz vier und Maack-Brothers aus Rehna auf Rang 6.

Jubelschreie, ausgestreckte Arme und herzliche Umarmungen am Sonnabend in der Schönberger Palmberghalle. Der gastgebende Carneval Club (SCC) hat vor mehr als 1000 Zuschauern den achten Grand Prix de la Männerballett gewonnen. Mit Leuchtschuhen, Leuchtbrillen, schwarzen Handschuhen und einer gelungenen Mischung aus Tanz, Licht, Musik und Choreografie begeisterten die Schönberger das Publikum. „Ich freue mich riesig, dass wir gewonnen haben“, strahlte Philip Flor. Er ist der Kopf des Schönberger Männerballetts und war überglücklich, dass sich die aufwendigen Proben seit November 2016 ausgezahlt haben.

Für Rick Anders war es ein ganz besonderer Erfolg beim Grand Prix. Vor zwei Jahren gewann er mit den Maack-Brothers – dem Männerballett aus Rehna. Am Sonnabend jubelte er mit den Schönbergern. „Ich bin super happy, weil ich meinen Titel verteidigt habe.“

Mehr als 150 Männer in Strumpfhosen und anderen lustigen Kostümen brachten die Palmberghalle zum Kochen. Vor allem die Frauen fanden die tanzenden Männer großartig, jubelten den 13 Teams aus Mecklenburg-Vorpommern und zwei aus Schleswig-Holstein lautstark zu. „Das Männerballett ist einfach nur toll. Es ist ein Riesenspaß, sich das anzugucken“, sagte Anne-Kathrin Nahs aus Klütz.

Für viele Karnevalvereine ist der „Grand Prix de la Männerballett“ inzwischen zum Höhepunkt des Jahres geworden. Trotzdem entschied sich Organisator Imo Gens im vergangenen Jahr für eine Änderung. Im März 2016 traten erstmals Frauen auf. Bei den Zuschauern kam das nicht gut an. Deshalb standen am Sonnabend wieder Männer im Rampenlicht. Für Imo Gens „die richtige Entscheidung“. Denn der Grand Prix war wieder eine Riesenparty.

Die mehr als 1000 Zuschauer waren begeistert, klatschten minutenlang, einige standen sogar auf den Tischen, forderten Zugaben. Überall wurde gelacht und gejubelt, am meisten bei den Siegern aus Schönberg. Ihre Show war die beste. „Verdient gewonnen“, so Imo Gens. Das sah auch Gunnar Mai von den Maack-Brothers so. Das Rehnaer Männerballett musste sich am Sonnabend mit Platz sechs begnügen. Und das, obwohl die Besucher beim Auftritt in bunten Leggings, Netzhemden und Stirnbändern regelrecht ausflippten. „Wir sind nicht enttäuscht“, so Mai.

Strahlende Gesichter gab es beim Eichsener Carneval Club (ECC). Mit ihren weißen Hüten und goldfarbenen Badeanzügen trafen die Männer aus Mühlen-Eichsen den Geschmack der Zuschauer. „Unser Auftritt war klasse, die Stimmung super. Für uns hat sich das Üben seit September gelohnt“, so ECC-Präsident Fred Schreiber. Am Ende freuten sich er und die anderen Mitglieder des ECC über Rang vier. „Ein super Ergebnis. Damit sind wir sehr zufrieden“, sagte Schreiber.

Der Grand Prix hat sich in den vergangenen Jahren gewandelt. Zu Beginn des Wettbewerbs im Jahr 2009 ging es vor allem um nackte Haut, um Lack und Leder. Inzwischen sind laut Rick Anders vom Schönberger Carneval Club auch andere Dinge wichtig. „Die Show kann noch so gut sein, das hilft alles nichts, wenn ich als Ballett nicht synchron bin und meinen Tanz nicht auf die Reihe kriege.“

Inzwischen haben die tanzenden Männer auch deutlich mehr Kondition, erzählt Organisator Imo Gens. „Früher waren sie nach 2,30 Minuten froh, wenn sie von der Bühne runter waren. Heute tanzen sie sechs Minuten.“



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