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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

05. Dezember 2016 | 13:34 Uhr

80 000 Tonnen Wäsche täglich : Sauberkeit bis in die letzte Faser

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Servitex Nord/iPhotex versorgt in 100 Kilometer Umkreis Hotellerie, Gastronomie und Fährschifffahrt rund um die Uhr mit frischer Wäsche

Noch prangt der Name „Servitex Nord“ an der Fassade des Wäschedienstleisters in der Gertrud- Kolz-Straße. Doch bei den Lkw des 20 Fahrzeuge umfassenden Fuhrparks ziert bereits der neue Name „iPhotex“ die Flanken. „In wenigen Wochen wird die Umbenennung vollzogen sein. Wir haben uns zu diesem Schritt entschlossen, weil es in Deutschland mehrere Unternehmen mit diesem Namen gibt, eine Verwechslung daher durchaus möglich ist“, begründet Geschäftsführer Lars Iden diesen Schritt. Lediglich der Zusatz „Nord“ hätte auf die Eigenständigkeit des Betriebes hingewiesen.

Dabei hat dieser Dienstleister auf dem Gebiet der so genannten „Flachwäsche“ bereits eine wahre Erfolgsgeschichte hinter sich: Im Jahre 2006 baute Inhaber Momme Kolz hier die erste Produktionshalle. Die erste Erweiterung aus Platzmangel erfolgte 2012, bei der neben Lagerfläche auch Mitarbeiterkantine, Meetingraum sowie Empfang hinzu kamen. Die dritte Halle musste dann bereits zwei Jahre später gebaut werden, sie beherbergt eine komplett autark laufende, zweite Wäscherei. „Und vor zwei Monaten haben wir eine weitere Produktionsstätte in Schönberg eingeweiht“, berichtet Iden, der dort nicht nur Geschäftsführer, sondern auch Mitinhaber ist.

Von Kiel bis Rostock versorgt das Unternehmen Restaurants, Hotels, Jugendherbergen und Fährschiffe mit frisch gereinigten Tischdecken, Stoffservietten, Bettwäsche und Frotté-Textilien wie Handtücher, Duschvorleger und Bademäntel - der „Flachwäsche“ eben. „Dabei sind etwa 90 Prozent Mietwäsche von uns und nur
zehn Prozent eigene Wäsche der Kunden“, erklärt der 32-Jährige, der von der Insel Usedom stammt und in Greifswald BWL studiert hat. Die Kunden können dabei aus einer Angebotspalette mit verschiedenen Qualitäten und Designs wählen - von günstig für Jugendherberge bis teuer für Fünf-Sterne-Hotel, so Iden und weiter: „Wir haben von jedem Wäschestück etwa 5000 Exemplare unterschiedlicher coleur auf Lager, so dass wir jederzeit auch kurzfristig ein 1000-Betten-Haus ausstatten können.“ Für die Wäscherei sei das von Vorteil, weil sie so von vornherein darauf achten können, dass die Textilien bestimmte Standards erfüllen. „Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit sind uns sehr wichtig. So arbeiten wir zum Beispiel mit Lieferanten zusammen, die sogar den Baumwollanbau in den Produktionsländern auf Pestizideinsatz hin überwachen“, so der Geschäftsführer.

Insgesamt spielt die Resourcen sparende Arbeitsweise eine große Rolle in dem Unternehmen. Nicht nur, dass der Einsatz von Wasser, Energie und Waschmitteln pro Kilo Wäsche hier um ein Vielfaches niedriger ist als im gewöhnlichen Privathaushalt. Auch die Rückführung von Wasser und Wärme in den Kreislauf tragen wesentlich dazu bei. Und bei der Abholung und Auslieferung sorgt ein spezielles Logistikkonzept dafür, dass die Fahrten der Lkw mit Anhänger zu 100 Prozent ausgelastet sind. „Hinzu kommt, dass wir unsere Flotte regelmäßig erneuern - kein Fahrzeug ist älter als drei Jahre“, weist Lars Iden auf den hohen Anspruch auf eine möglichst niedrige Belastung der Umwelt hin. „Neben den Aspekten Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit steht natürlich der Kunde und seine Zufriedenheit an erster Stelle für uns. Dafür sind wir 24 Stunden täglich im Einsatz und das so flexibel wie möglich“, erklärt der 32-Jährige.

Immerhin durchlaufen in Spitzenzeiten bis zu 80 Tonnen Wäsche am Tag die Hallen des Unternehmens, welches in der Hansestadt Hamburg mittlerweile der unumstrittene Branchenprimus ist.

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erstellt am 10.Okt.2016 | 05:00 Uhr

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