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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

05. Dezember 2016 | 11:26 Uhr

Rehna : Sammlerglück bei Tagen der Pilze

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Lübeckerin findet prächtigen Steinpilz. Organisatoren und Helfer tragen gut 250 Pilzsorten für tolle Ausstellung zusammen

Ursula Arlt strahlt. Immer und immer wieder spaziert die 76-Jährige durch die Pilzausstellung in den Kreuzgängen des Rehnaer Klosters und kann sich nicht satt sehen an den unzähligen ausgestellten Exemplaren. „Was steckt da für eine Arbeit drin, das alles herzurichten? Ich bin zum ersten Mal hier und total begeistert“, sagt die Lübeckerin, die mit ihrem Mann die Tage der Pilze in Rehna besuchte.

Doch nicht nur die Ausstellung war es, die sie strahlen ließ. Sie zückt ihr Handy und zeigt das Foto von einem riesigen Steinpilz, den sie nur wenige Stunden vorher während der Pilzwanderung gefunden hatte. „Wir waren mit zwei Gruppen im Wald. Doch plötzlich waren alle weg, ich ganz allein und fragte mich ein wenig ängstlich wo wohl die Straße ist“, erzählt Ursula Arlt. Es sei glitschig gewesen, sie hätte sich sogar an den Bäumen festhalten müssen als sie plötzlich eine Lichtung entdeckte. – Ja, liebe Leser, es klingt ein wenig nach Hänsel und Gretel, die sich im Wald verirrten. Und irgendwie war es ja auch so. – „Dann sah ich direkt neben zwei großen Fliegenpilzen dieses Prachtexemplar von einem Steinpilz, habe ihn abgeschnitten und in meinen Korb gelegt.“ Dass es sich dabei um einen Steinpilz handelt, war ihr zu dem Zeitpunkt aber noch nicht bewusst. Denn der eigentliche Pilzsammler und -experte in der Familie ist ihr Mann Helmut, dem hatte sie die Teilnahme an der Wanderung zum 75. Geburtstag geschenkt. Der freute sich mit ihr, auch wenn er nicht so großes Sammlerglück hatte. Ein Riesenporling und ein paar Hallimasch. Aber fürs Pilzgericht hatte ja ohnehin schon seine Frau gesorgt.

Die am häufigsten gefundenen Pilze waren am Sonnabend waren übrigens Rauchblättrige Schwefelköpfe. „Das ist einer der besten Speisepilze überhaupt“, sagt Torsten Richter vom Pilzverein Heinrich Sternberg Rehna e.V.. Aber Vorsicht, Verwechslungsgefahr! Sein Verwandter, der Ziegelblättrige Schwefelkopf, ist ungenießbar und der Grünblättrige Schwefelkopf sogar giftig. 

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erstellt am 24.Okt.2016 | 05:00 Uhr

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