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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

24. April 2014 | 08:09 Uhr

- Radarkontrolle wird zur Farce

vom

Utecht | Der stellvertretende Utechter Bürgermeister Johannes Ellmann hat einem Blitzer-Trupp des Landkreises gehörig die Arbeit vermasselt. Mit seinem Land Rover blockierte er gestern Mittag den "Blitzer" am Utechter Berg in Fahrtrichtung Thandorf. Damit protestierte der Kommunalpolitiker auf seine Art gegen die "Abzocke" in einem kaum noch zu durchblickenden Schilderwald, in dem u. a. plötzlich 50 statt 60 km/h galten. Für Ellmann war nicht nur der Schilderwald ein Ärgernis, sondern auch der Standort der Kontrollstelle. Der Blitzer war nur wenige Meter vor einer Rechtskurve und stelle dadurch eine Gefahr für Kraftfahrer dar. Diese könnten durch den Blitzer erschreckt werden und die Kontrolle über ihr Fahrzeug verlieren.

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Von seiner Protestaktion ließ sich der Utechter auch nicht abbringen, als der Blitzer-Trupp ankündigte, die Polizei holen zu wollen. Minuten später zückte ein Kontrolleur sein Mobiltelefon und meldete die Blockade. Kurz darauf machten sich Polizisten des Gadebuscher Polizeireviers auf den Weg zum Utechter Berg.

Bis zum Eintreffen der Beamten diskutierten Ellmann und ein Mitarbeiter der Blitzer-Truppe über die Sinnhaftigkeit dieser Kontrollmaßnahme. "Es ist hier ein totales Chaos, ich möchte sie jetzt bitten, aufzuhören oder ich hole auch noch meinen Trecker", sagte Ellmann. Sein Gegenüber konterte mit den Worten "Nee, mach’ ich nicht. Es dauert keine Stunde, dann sind Sie hier weg." Handgreiflichkeiten blieben aus.

Wundern mussten sich die Polizisten über die Verkehrsschilder, die zwischen Utecht und Thandorf aufgestellt worden waren. Einer der Beamten bezeichnete die aufgestellte Reihenfolge der Verkehrszeichen als - so wörtlich - unlogisch. "Irgendwas muss hier verkehrt laufen. Woher die 50er-Schilder kommen, weiß hier keiner", so das Fazit. Die Beamten forderten den Blitzer-Trupp daraufhin auf, der zuständigen Mitarbeiterin des Landkreises Nordwestmecklenburg einen schönen Gruß auszurichten. Sie möge vor Ort erscheinen und die Situation prüfen. Johannes Ellmann beendete daraufhin seine mehr als einstündige Blitzer-Blockade. Wie viel Geld dem Landkreis durch die Lappen ging, ist unklar.

von Michael Schmidt
erstellt am 26.Jun.2013 | 05:56 Uhr

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01. | Claus Berner | 28.06.2013 | 17:10 Uhr
Radarkontrolle wird zur Farce

ISehr geehrte Herren ,
Ihnen gebührt ein Preis für Zivilcourage für die Blockierung des Blitzers sowie auch für die Darstellung der Zustände ( Schilderwald) auf der k5. Die Abzockerei des Landkreises, ich stimme Ihnen vollinhaltlich zu gehört an den Pranger. Ich habe noch nie einen Blitzer zB. vor der Roggendorfer Grundschule gesehen,von einem Unfallschwerpunkt auf der K5 spricht nichtmal die Verkehrssicherheitskommission des Landkreises. Nein, es ist Urlaubszeit in unserem Land und die Fremden werden wir mal richtig abzocken,so die Gedankengänge des Herrn Rappen. Liebe Urlauber meiden sie bitte dieen Landkreis, denn MV tut nicht gut,MV ist teuer.

02. | Claus Berner | 28.06.2013 | 14:17 Uhr
Radarkontrolle wird zur Farce

ISehr geehrte Herren Bürgermeister,
Sie sollte man für einen Preis für Zivilcourage vorschlagen. Endlich lehnt sich mal jemand gegen Blitzerwahn und diese unerträgliche Abzocke in diesem Landkreis auf. Mit Verkehrserziehung hat dies nichts zu tun und ich glaube auch nicht das es sich hier um Unfallschwerpunkte handelt. Währen dies Unfallschwerpunkte hätte sich die zuständige Kommission des Landkreises sicher schon zu Wort gemeldet. Nein, es ist Urlaubszeit es sind Fremde im Landkreis und denen wird jetzt mal richtig in die
Tasche gegriffen. Liebe Urlauber meiden Sie diesen ansonsten schönen Landstrich, MV tut nicht gut, MV wird teuer.

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