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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

09. Dezember 2016 | 08:49 Uhr

Feuerwehren in Dechow : Punkteduell mit nassem Schwamm

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Dechower Jugendfeuerwehr lud zur Nachtwanderung neun befreundete Wehren ein / Der Titel bleibt in Dechow

Zu einer nächtlichen Wanderung mit zahlreichen Hindernissen fanden sich neun Jugendwehren aus dem Amt Rehna, Selmsdorf, Grevesmühlen, Dassow sowie Klempau in Schleswig-Holstein in Dechow zusammen. Die dortige Feuerwehr hatte zum zwölften Mal zu einer Nachtwanderung als Wettbewerb eingeladen, elf Mannschaften kamen.

„Bei dieser Veranstaltung sagt nie jemand ab. Das ist etwas anderes, als am helllichten Tag Wettbewerbe zu absolvieren“, erklärte Silvio Melchin, Wehrleiter der Freiwilligen Feuerwehr Dechow. Da im Amt Rehna nur noch vier Nachwuchswehren existieren, lud der 38-Jährige auch die befreundeten Wehren aus der Umgebung ein. „Zu Grevesmühlen, Dassow und Selmsdorf haben wir schon seit Jahren gute Kontakte und in Klempau treten wir bei einem ähnlichen Wettbewerb auch jedes Jahr erfolgreich an“, sagte der Klocksdorfer. Die Gäste hatten so viel Spaß, dass sie teilweise gleich zwei Teams stellten. „Eine Mannschaft benötigt mindestens sechs Leute. Die Dassower kamen mit so vielen Kindern, dass sie zwei Mannschaften stellten“, erklärte Silvio Melchin, der aus dem Amt Rehna die Wehren aus Carlow, Rehna und natürlich Dechow als Gastgeber begrüßte. „Schlagsdorf hatte an diesem Wochenende leider nicht genügend Kinder zur Verfügung und musste absagen“, sagte der Wehrleiter.

Doch die übrigen Mannschaften hatten in der Dunkelheit ihren Spaß. Nach einem kurzen Aufwärmen am Lagerfeuer ging es zunächst zur Wasserspritze, wo zunächst mit einem Helm Wasser geschöpft und schließlich in eine Spritze gefüllt werden musste. Abschließend waren kleine Fenster und Türen mit dem Wasser zu treffen. Weiter ging es zu einer Tafel, die mit Körben versehen war. Dort hinein mussten jeweils 18 nasse Schwämme geworfen werden. Jeder Treffer zählte als Punkt.

So mussten auf der gut 3500 Meter langen Strecke acht Stationen absolviert und die eine oder andere Überraschung hingenommen werden. „Die meisten machen das ja nicht zum ersten Mal. Wir brauchen gar nicht für Spannung zu sorgen. Die Kinder erschrecken sich nur zu gerne selbst“, verriet der Wehrleiter, der seine eigene Jugendwehr als Titelverteidiger ins Rennen schickte und auch in diesem Jahr wieder den Titel vor Dassow I und Klempau holte. Außerdem erhielten die Wehren aus Carlow und Dechow das Leistungsabzeichen „Jugendflamme“ vom Kreisfeuerwehrverband überreicht. Damit alles fair zugehe, habe er Verantwortliche der befreundeten Wehren die Stationen betreuen lassen, sagte Melchin.

Bis kurz vor Mitternacht lösten die Kinder und Jugendlichen die Aufgaben, ehe es wieder nach Hause ging und bei vielen Teilnehmern wohl erst nach dem wohlverdienten Schlaf am nächsten Tag so richtig ausgewertet wurde.

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erstellt am 07.Nov.2016 | 21:00 Uhr

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