zur Navigation springen

Gadebusch-Rehnaer Zeitung

07. Dezember 2016 | 21:19 Uhr

Theater der Hansestadt Wismar : Premiere für den gestiefelten Kater

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Die letzten Proben für das Wismarer Weihnachtsmärchen laufen auf Hochtouren. Am 2. Advent ist das Stück im Theater zu sehen

Die Wismarer Weihnachtsmärchen sind Tradition. Nun wird eine neue Theatergruppe mit einer – für Wismar – neuen Regisseurin ihre Premiere haben. Mit einer kindgerechten, sehr musikalischen Inszenierung des Märchenklassikers „Der gestiefelte Kater“.

„Ich muss den Kater sehr eingebildet und angeberisch spielen, aber auch frech und intelligent“, erzählt Paula Glöde. Die Elfjährige ist die jüngste Darstellerin im diesjährigen Weihnachtsmärchen. „Es ist aufregend, so etwas zu erleben“, erzählt sie. Mit den leuchtend roten Stiefeln, dem Umhang und dem Hut verwandelt sie sich vom einfachen Kater in eben diesen „gestiefelten Kater“. Und dabei wollte der jüngste Müllerssohn Hans, der den Kater statt Mühle oder wenigstens Esel geerbt hat, aus ihm doch wärmende Handschuhe machen. Hat er zum Glück nicht, denn der Kater wird ihn zum reichen Mann machen. „Ich spiele wieder einen Hans“, lacht Maximilian Dannenberg (17). Im vergangenen Jahr hatte er die Hauptfigur Hans im „Teufel mit den drei goldenen Haaren“ gespielt.

Insgesamt 21 Laienschauspieler agieren im diesjährigen Weihnachtsmärchen auf der Bühne. Paula ist mit ihren elf Jahren die Jüngste, der König alias Andreas Stedtfeld mit seinen 66 Jahren der Älteste. Eine bunte Mischung. „Man wächst mit seinen Aufgaben“, lacht Andreas Stedtfeld und weiß, unabhängig vom Alter werden auf der Bühne die eigenen Talente entdeckt und gefördert.

Die „Spielleute“ heißt die recht neu gegründete Laienspielgruppe am Wismarer Theater, ein Verein soll entstehen. Regisseurin ist Katharina Waldmann genannt Seidel mit ihrer ersten Produktion in Wismar. Sie hat Schauspiel an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Berlin studiert, arbeitete im Schweriner Staatstheater und in Parchim an verschiedenen Produktionen, beispielsweise auch am Weihnachtsmärchen.

„Viel Zeit ist nicht mehr bis zur Premiere am 4. Dezember. Dann wird es die bewährte Mischung aus Tanz, Schauspiel und Musik geben. Die „Danzlüd ut Wismer“ unter der Leitung von Rosemarie Voß tanzen zu bekannten Volksliedern. Die haben mitunter neue Texte, beispielsweise singt Müllersohn Hans das umgedichtete Wanderlied: „Mein Vater war ein Müllersmann und mir liegts auch im Blut. Jetzt soll ich in die Welt hinaus, dazu fehlt mir der Mut.“

Premiere ist am 4. Dezember um 16 Uhr, insgesamt sind zehn Vorstellungen geplant. Karten gibt es direkt im Theater und in der Tourist-Information (Lübsche Straße 23a, Telefon: 03841/ 194 33).  

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen