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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

08. Dezember 2016 | 03:04 Uhr

Nordwestmecklenburg : Polizei kontrolliert vermehrt Radler

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Gerade in der dunklen Jahreszeit bringen Radfahrer sich durch Fahren ohne oder mit defekter Beleuchtung immer wieder selbst in Gefahr

Bei Dunkelheit Radfahren ohne Licht ist kein Kavaliersdelikt und darüber hinaus kreuzgefährlich. Weil motorisierte Verkehrsteilnehmer die beinahe unsichtbaren Radler nicht oder aber erst zu spät erkannt haben, gab es auch im Nordwesten bereits schlimme Zusammenstöße mit bösen Folgen. Anfang Januar passierte genau dies am Wismarer Lindengarten, als ein 16-Jähriger ohne auf den Verkehr zu achten, plötzlich den dortigen Zebrastreifen zum Überqueren der Straße befuhr und mit einem Pkw kollidierte. Mit schweren Kopf- und Beinverletzungen wurde der junge Radler ins Krankenhaus gebracht. Um solche Unfälle möglichst zu verhindern, setzt die Polizei auf Prävention und kontrolliert im Rahmen ihres Dienstes immer wieder Radfahrer, gerade jetzt in der dunklen Jahreszeit.

„Die Beamten der Dienststelle Gadebusch erledigen dies beispielsweise im Rahmen ihres Streifendienstes. Da kann es zwar durchaus passieren, dass sie an einer Stelle längere Zeit kontrollieren, aber einen speziellen Schwerpunkt gibt es da nicht“, erklärt Nancy Schönenberg von der Polizeiinspektion Wismar. Das läge u. a. daran, dass es in der Region Gadebusch bislang nur wenig Unfälle mit Radfahrern gegeben habe. Sollten Bürger allerdings das Gefühl haben, dass es doch einen Gefahrenschwerpunkt für Radfahrer gibt, könnten sie dies der Polizei jederzeit mitteilen.

In den zurückliegenden Monaten gab es zwischen Köchelsdorf und Rehna einen Unfall mit einem schwerverletzten Radfahrer. Dabei stürzte der 43-Jährige allerdings ohne Fremdeinwirkung und verletzte sich dabei schwer. Ein anderer Radler kollidierte Ende Mai in Schönfeld Mühle mit einem Pkw, prallte nach dem Zusammenstoß mit dem Kopf gegen eine Hauswand und verletzte sich ebenfalls schwer. Der Pkw-Fahrer hatte den Radler übersehen.

Bei den Kontrollen in der dunklen Jahreszeit tauchen immer wieder die gleichen Probleme auf. „An erster Stelle steht das Radfahren ohne oder aber mit defekter Beleuchtung“, sagt Präventionsberaterin Angelika Becker von der Polizeiinspektion Wismar. Häufigste Ausrede: Halb so wild, ich kann doch alles sehen. Dann werde freihändig, auf dem Gehweg oder der Radweg in die falsche Richtung befahren. Schlimme Unfälle gab es auch schon beim verkehrswidrigen Abbiegen. Bei der jüngsten Kontrolle in Wismar wurde ein Radfahrer sogar telefonierenderweise mit dem Handy am Ohr erwischt. Konsequenz: 25 Euro Verwarngeld. Das nennt man dann wohl ein wirklich teures Telefonat.

 

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erstellt am 25.Nov.2016 | 05:00 Uhr

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