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Auftakt in Wismar : Pilotprojekt für Berufsschulen

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Das elektronisch unterstützte Lernen soll erweitert werden

Erneut nimmt die Hochschule Wismar in einem Bereich die Vorreiterrolle ein: Auf dem Campus trafen sich die Partner des zukunftsorientierten Bildungsprojektes „E-Learning in beruflichen Schulen des Landes Mecklenburg-Vorpommern“ im IT-Service- und Medienzentrum der Hochschule. Nach einer Vorstellung der E-Learning-Plattform, die zum Einsatz kommen wird, wurden Erfahrungen mit verschiedenen Szenarien des elektronisch unterstützten Lernens an der größten Fachhochschule des Landes diskutiert und die nächsten Meilensteine im Projekt definiert. Das Projekt läuft bis Ende Juli 2018 in Kooperation mit dem Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommern laufen.

„Ich freue mich, dass wir mit unserer E-Learning-Kompetenz zum einen landesweit und zum anderen auch über die Hochschulen hinaus wirken können“, begrüßte Prof. Dr.-rer. nat. Jürgen Cleve die Projektpartner auf dem Wismarer Campus. „Das Projekt ist für alle Beteiligte eine Herausforderung und eine Chance zugleich“, führte der Leiter des E-Learning-Zentrums weiter aus. Denn nicht nur die Medienkompetenz der Schülerinnen und Schüler soll im Ergebnis des Projektes gefördert werden. Während der Laufzeit müssen die technischen und inhaltlichen Grundlagen ebenso geschaffen wie die Fortbildung der beteiligten Lehrkräfte sichergestellt werden. Professor Cleves Mitarbeiter Jakob Diel hatte in den vergangenen Wochen die Lernplattform installiert und zusammen mit seinen Kolleginnen und Kollegen gestaltet, so dass sowohl die Projektleitung des Bildungsministeriums/IQ M-V als auch die anwesenden Berufsschulleiter und -lehrer aus Waren/Müritz, Neubrandenburg und Greifswald einen ersten praktischen Einblick erhielten. So wurde zum Beispiel ein Modellvorschlag mit exemplarischen Lernfeldern für den Beruf der Elektrotechnikerin bzw. des Elektrotechnikers für Betriebstechnik unterbreitet. In bevorstehenden Weiterbildungsveranstaltungen wird das E-Learning-Zentrum zusammen mit den Lehrerinnen und Lehrern die Plattform mit Leben füllen.

Dass in Zukunft den Schülern eine Möglichkeit geboten wird, unabhängig vom Schulstandort mit Experten ihrer Disziplin in Kontakt treten zu können, ist ein besonderes Anliegen Jörg Seemanns, dem Projektleiter des Kompetenzzentrums für berufliche Schulen im Institut für Qualitätsentwicklung (IQ M-V) des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur. Dabei steht eine handlungsorientierte Pädagogik im Vordergrund. So leitet sich auch der Name der Plattform „haleo“ aus den Wörtern „handlungsorientiert lernen online“ ab.

„Was im Gesundheitsbereich die Telemedizin ist, könnte an den Schulen das E-Learning werden“, hatte Bildungsministerin Birgit Hesse ihre Zukunftsvorstellungen formuliert, als ihr Ministerium, die IHK Neubrandenburg für das östliche MV, die Landkreise Mecklenburgische Seenplatte und Vorpommern-Greifswald sowie die Hochschule Wismar die Vereinbarung zum Projekt unterzeichneten. Nun haben die Entwicklung und der Test neuer Unterrichtsformen begonnen.

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erstellt am 16.Mär.2017 | 04:45 Uhr

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