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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

11. Dezember 2016 | 07:05 Uhr

Brückenfest : Ost und West feiern die Einheit

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Gemeinden Kittlitz und Kneese erinnerten mit ihrem Fest an den Brückenbau im Jahr 1990

Traditionell haben die Gemeinden Kittlitz und Kneese am Tag der Deutschen Einheit ihr Brückenfest gefeiert. Zurückzuführen ist es auf den Bau der provisorischen Brücke durch die Freiwilligen Feuerwehren Kneese und Kittlitz am 12. Mai des Jahres 1990 – Einweihung am 2. Juni – noch vor der Vereinigung am 3. Oktober des selben Jahres.

„Als wir damals mit dem Brückenbau begannen und dann endlich trockenen Fußes von einem Bundesland in das andere kamen, haben sicherlich viele daran gedacht, dass man das jedes Jahr mit einem kleinen Fest begehen müsste. Dass das jedoch eines von ganz wenigen Festen in der Region werden würde, war nicht vorhersehbar“, sagte die Kittlitzer Bürgermeisterin Barbara Eggert. Sie und die stellvertretende Bürgermeisterin der Gemeinde Kneese, Susanne Illmann, begrüßten gestern mehr als 500 Besucher auf der Wiese kurz hinter der Brücken. „In den Köpfen der Menschen ist vieles schon selbstverständlich geworden nach so kurzer Zeit. Feste, bei denen man der Wiedervereinigung huldigt, gibt es doch kaum noch“, sagte Eggert.

Auch die Dutzowerin Susanne Illmann sieht das ähnlich, freut sich aber selbst jeden Tag noch über den historischen Moment vor 27 Jahren. „Ich wohnte selbst 50 Meter vom Zaun weg. Das gehörte schon zur Selbstverständlichkeit. Wenn ich zur Arbeit gefahren bin, wurde ich in Roggendorf und Kneese kontrolliert, jeden Tag zwei Mal. Selbst wenn man sich schon kannte“, sagte die Dutzowerin. Als dann die Wende kam und plötzlich alle Wege frei waren, sei das schon ein eigenartiges Gefühl gewesen, sagte sie. Jetzt sei auch das schon zur Normalität geworden und es sei notwendig, immer wieder daran zu erinnern.

Das taten gestern mehr als 500 Menschen aus den Gemeinden bei Bockwurst, Erbsensuppe, Kaffee und Kuchen. „Die Gäste nutzen es zur Unterhaltung und zum Gedankenaustausch. Ich hoffe, dass dieses Fest immer bestehen bleibt. Das liegt natürlich auch an denen, die es organisieren“, sagte Barbara Eggert, die seit 16 Jahren die Geschicke in der Gemeinde leitet und sich für das Brückenfest engagiert. „Allerdings kenne ich alle 27 Feste, ich war von Anfang an dabei. Solange ich mit verantwortlich bin, wird das Fest jedes Jahr stattfinden“, versprach die Kittlitzerin.

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erstellt am 03.Okt.2016 | 21:00 Uhr

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