zur Navigation springen

Weißer Ring NWM : Opfer erwarten mehr Sensibilität

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Martina Tegtmeier vom Weißen Ring nimmt Anwälte, Richter und Mitarbeiter von Behörden in die Pflicht

Wer beruflich mit Kriminalitätsopfern zu tun hat, müsse sich besser in deren Situation hineinversetzen können. Dies fordert der Weiße Ring im Vorfeld des Tages der Kriminalitätsopfer, der am 22. März zum inzwischen 26. Mal bundesweit stattfindet.

„Ob Anwälte, Richter oder Mitarbeiter von Behörden: Viele, die in ihrem Berufsleben mit Kriminalitätsopfern zu tun haben, gehen zu wenig auf deren Anliegen und Wünsche ein, da sie sich nicht hinreichend in deren Lage hineinversetzen können“, kritisiert Martina Tegtmeier. Die SPD-Landtagsabgeordnete leitet die Außenstelle des Vereins Weißer Ring für Wismar und Nordwestmecklenburg.

Oft sei es nicht nur das Verbrechen selbst, an dessen Folgen Opfer körperlich und psychisch jahrelang leiden. Auch mangelnde Sensibilität derer, die beispielsweise im Verlauf eines Strafverfahrens mit Opfern in Kontakt kommen, sorge für zusätzliche Belastung. „Häufig fehlt der Blick dafür, was Opfer brauchen und was ihnen beim Verarbeiten der Tat hilft“, konstatiert Martina Tegtmeier.

Bundesweit sind rund 3200 ehrenamtliche Mitarbeiter in 420 Außenstellen für den Weißen Ring im Einsatz. In Wismar/Nordwestmecklenburg sind es sechs Mitarbeiter. Sie leisten Trost und Beistand, hören zu und begleiten Opfer bei Behördengängen. Darüber hinaus vermitteln sie materielle Hilfen oder nehmen ihre Lotsenfunktion wahr, um im Hilfenetzwerk des Weißen Rings weiterzuvermitteln.

 


zur Startseite

von
erstellt am 16.Mär.2017 | 12:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen