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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

02. Dezember 2016 | 21:07 Uhr

Gadebusch : Mädchentreff vor dem Aus: Was wird aus Sweney?

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Das Patenkind in Kenia ist Halbwaise und erhält bislang Schulgeld aus Gadebusch

Tausende Kilometer trennen Mecklenburg von Kenia. Doch wenn Ende November in Gadebusch der Mädchentreff seine Tore schließt, kann dies auch Folgen für ein Mädchen in dem afrikanischen Land haben. Denn der Mädchentreff ist Pate für die achtjährige Sweney Ashley Awuor, damit die Halbwaisin in Kenia zur Schule gehen kann. Rund 450 Euro pro Jahr sind dafür notwendig. In der Summe enthalten ist bereits die medizinische Versorgung im Krankheitsfall.

Diese finanzielle Unterstützung droht in Zukunft wegzubrechen. Und in Gefahr gerät damit auch der Traum des kenianischen Mädchens, nach ihrem Schulabschluss eine Ausbildung zur Krankenschwester beginnen zu können.

„Wir hoffen, dass wir beim bevorstehenden Bunten Abend im November zumindest noch das Schulgeld für das nächste Jahr zusammen bekommen“, sagt Treffleiterin Jutta Ahrendt. Nahezu ideal wäre es, wenn nach der Schließung des Mädchentreffs eine Schule oder ein großer Verein die Patenschaft für das Mädchen in Kenia übernimmt. „Es wäre fatal, wenn der Schulbesuch für die Achtjährige nicht mehr möglich wäre. Bildung ist das Wichtigste im Leben, um sich eine einigermaßen sichere Existenz aufzubauen“, so Jutta Ahrendt.

In der Vergangenheit hatte der Gadebuscher Mädchentreff schon einmal eine Patenschaft übernommen. Acht Jahre lang ermöglichte der Treff, dass ein Mädchen namens Linet in Kenia zur Schule gehen konnte. Mit Erfolg: Ihre Prüfungen absolvierte Linet mit Erfolg. Inzwischen startete sie eine Ausbildung im Gesundheitswesen.

Für viele Kinder und Jugendliche in Afrika ist das keine Selbstverständlichkeit. „Vielen Menschen hier ist überhaupt nicht bewusst, wie Kinder in anderen Ländern leben und dass sie mitunter keinen Zugang zur Bildung haben. In diesen Fällen stehen sie oft am Rande der Gesellschaft“, verdeutlicht Jutta Ahrendt.  

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erstellt am 19.Okt.2016 | 04:45 Uhr

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