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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

06. Dezember 2016 | 18:59 Uhr

Gadebusch : Linke überrascht Förderverein

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Während des Besuchs der Eichmann-Ausstellung überreichen Kommunalpolitiker in Gadebusch eine Spende an die Heine-Schule

Unverhofft kommt bekanntlich oft. Und weil das so ist, schaute Angret Becker nicht schlecht, als sie während des Besuchs der Eichmann-Ausstellung mit ihrer Schulklasse in der Gadebuscher Stadtkirche plötzlich eine Spende für den Förderverein der Heinrich-Heine-Schule in Empfang nehmen durfte. Absender war die Gadebuscher Ortsgruppe der Partei Die Linke.

„Davon habe ich nichts gewusst, bin völlig überrascht“, sagt die stellvertretende Schulleiterin, die zugleich als Vorsitzende des Fördervereins der Gadebuscher Bildungseinrichtung fungiert. 240 Euro hatten die Gadebuscher Linken auf dem Herbstmarkt durch den Verkauf von Obst, Gemüse und Kräutern zusammenbekommen. „Wir wollten heute ganz einfach die Gelegenheit nutzen, um den Förderverein zu überraschen und das gesammelte Geld zu übergeben“, sagt Thomas Konieczny (Die Linke). In den Vorjahren kam der Schach-Jugend der TSG Gadebusch sowie dem Jugend- und Freizeithaus der Verkaufserlös zu Gute.

Die so überraschend Beschenkte weiß auch schon, wofür die überraschende Geldspende verwendet werden soll. „Wir werden dies in eine zweite Tischtennisplatte auf dem Schulhof der Regionalen Schule investieren“, sagt Angret Becker. Zwei ursprünglich vorhandene Platten mussten im Vorjahr abmontiert werden. Eine neue wurde zwischenzeitlich durch die Stadt Gadebusch als Schulträger aufgebaut, eine zweite soll nun schnellstmöglich folgen.

Die Schüler der neunten Klasse, mit denen ihre Klassenleiterin die Ausstellung in der Gadebuscher Stadtkirche besuchten, bekamen von den guten Neuigkeiten nur am Rande etwas mit. Neugierig inspizierten sie zwischenzeitlich die Ausstellung mit Bildern, Hintergründen und Fakten zum „Eichmann-Prozess“. Die Schau wurde von einem Geschichtsprojekt der Europaschule Rövershagen erarbeitet. Mit Bild- und Tondokumenten, analytischen Texten und Aussagen jüdischer Opfer wird das Bild von Adolf Eichmann gezeichnet, der einer der Hauptverantwortlichen für die Ermordung hunderttausender Juden war. Nach 1945 gelang es ihm, in Argentinien unterzutauchen, wo er vom Israelischen Geheimdienst Mossad aufgespürt und 1960 entführt wurde. 1961 wurde er in Israel zum Tode verurteilt und 1962 gehenkt.

Die Ausstellung ist noch bis zum 21. Oktober zu sehen.

 

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erstellt am 18.Okt.2016 | 21:00 Uhr

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