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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

04. Dezember 2016 | 19:25 Uhr

Desolater Strassenzustand in Nordwestmecklenburg : Kreis benötigt 112 Millionen Euro

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

So viel Geld müsste investiert werden, um die Straßen Nordwestmecklenburgs wieder in Ordnung zu bringen

Der Landkreis Nordwestmecklenburg hat mit einem gewaltigen Investitionsstau zu kämpfen. So müssten 112 Millionen Euro in das Kreisstraßen-Netz investiert werden. Das geht aus einer aktuelle Übersicht des Landkreises hervor.

Zu den Straßen mit der schlechtesten Zustandsnote 5 zählen unter anderem die Strecke von Carlow nach Lindow, der Abschnitt Klocksdorf-Röggelin, die Ortsdurchfahrt Kneese oder die Straße von Renzow nach Perlin. Die zweitschlechteste Zustandsnote 4 haben beispielsweise die Kreisstraßen Utecht-Thandorf, Schlagsdorf-Schlagbrügge, Gadebusch-Stresdorf, Stresdorf-Köchelstorf oder die Ortsdurchfahrt Carlow.

Landrätin Kerstin Weiss (SPD) sieht inzwischen einen akuten Handlungsbedarf. So soll in dem Haushaltsjahr 2017 zusätzlich eine Million Euro in die Straßenunterhaltung fließen. Darüber hinaus sind zwei Millionen für Straßeninvestitionen geplant. Das Gleiche solle in 2018 geschehen. „In jedem Jahr sollen also drei Millionen Euro zusätzlich in die Kreisstraßen gesteckt werden“, so Weiss. „Um unsere Straßen wieder in Ordnung zu bringen, bräuchten wir die insgesamt 112 Millionen Euro“, so Weiss.

Der Landkreis habe zwar laufend etwas an seinen Straßen gemacht, aus Sicht der Verwaltungschefin allerdings zu wenig. „Es ist dringend an der Zeit, mehr Mittel in die Kreisstraßen hineinzustecken, damit sie erstens nicht mehr schlechter und damit sie zweitens langsam wieder besser werden“, verdeutlicht Weiss. Dazu zählt aus Sicht der Landrätin auch der Neubau der Brücke Cramon. Die geschätzten Baukosten hierfür belaufen sich nach Angaben des Landkreises auf 1,53 Millionen Euro.

Auch für die Straßenunterhaltung sind jährlich Millionenbeträge im Landkreis notwendig. Um die Straßen, in dem Zustand zu erhalten wie sie derzeit sind, müssten dafür nach Verwaltungsangaben 6,6 Millionen Euro pro Jahr aufgewendet werden. Zur Verfügung stünden derzeit allerdings nur 2,7 bis 2,8 Millionen Euro. Aus Sicht des Vorsitzenden des Bauausschusses, Frank Meier, führe dies zu einer Verschlechterung der Infrastrucktur.

 

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erstellt am 08.Nov.2016 | 05:00 Uhr

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