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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

04. Dezember 2016 | 21:19 Uhr

Eröffnungsparty in Klein Hundorf : Kindererziehung im Wald

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Klein Hundorfer eröffnen dritten Waldkindergarten im Landkreis Nordwestmecklenburg

Seit vier Wochen tummeln sich fünf Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren im Klein Hundorfer Waldkindergarten. Am Wochenende feierten Erzieherinnen, Eltern und Freunde die offizielle Eröffnung mit selbst gepresstem Apfelsaft, selbst gebackenem Brot und Kuchen sowie einem wärmenden Lagerfeuer.

Viel Mühe haben sich die Erbauer des Kindergartens mitten im Wald gemacht. Von dem einstigen Bauwagen ist nur noch die Form zu erahnen. Viel Holz, ein Vordach, ein großes, kreisrundes Fenster und eine gemütliche Atmosphäre mit Kamin und kuscheliger Schlafecke lädt auch im Innern zum Verweilen ein.

„Wer von dieser Art der Kinderbetreuung überzeugt ist, wird sich hier wohlfühlen“, verspricht Gründerin Nicole Herrenkind. Sie selbst ist zwar keine ausgebildete Erzieherin, doch dafür sind mit der Wismarerin Maren Schmidt, der Carlowerin Juli Wittkop und dem Hundorfer Wolf Grochowski drei anerkannte und ausgebildete Erzieher gefunden worden, die mit den Kindern fünf Tage in der Woche den Wald erkunden. Von acht bis 14 Uhr sind die Erzieher für die Knirpse da.

„Vorerst haben wir vom Jugendamt erst die Erlaubnis, bis 14 Uhr geöffnet zu haben. Das ist nicht für jede Familie günstig, doch auch danach kann man nach Absprache eine private Lösung finden“, erklärt Nicole Herrenkind. Bis zu 15 Kinder könne der Kindergarten aufnehmen, Kapazitäten sind also noch vorhanden. Sie freue sich auf die neue Aufgabe und sei überzeugt davon, dass die Kinder hier bestens versorgt sein. „Wir sind sehr ökologisch angesiedelt. Haben Pferde, betreiben Ackerbau, können im Wald, auf der Wiese oder in der Kiesgrube viel erleben“, erklärt die Gründerin. Nur wenige Meter neben dem für den Waldkindergarten umgebauten Wohnwagen befindet sich ein Anbaugebiet für vielerlei Gemüse. Grünkohl, Möhren oder Kartoffeln werden hier noch mit Pferd und Egge angebaut und geerntet. Im benachbarten, stillgelegten Kiesabbaugebiet sind Lurche und weitere Kriechtiere beheimatet.

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erstellt am 10.Okt.2016 | 21:00 Uhr

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