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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

29. Juni 2016 | 12:52 Uhr

Hanseschau Wismar : Kein Einlass – Messeveranstalter reagieren gelassen auf Vorwürfe der AfD

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Wenn heute um 10 Uhr die 26. Hanseschau öffnet, ist eine Partei nicht dabei.

Wenn heute um 10 Uhr die 26. Hanseschau öffnet, ist eine Partei nicht dabei – die Alternative für Deutschland. Der Vorsitzende des AfD-Kreisverbandes Nordwestmecklenburg, Christoph Grimm, fühlt seine Partei vom Veranstalter zu Unrecht benachteiligt. Er wirft der Lübecker Firma „Das Agenturhaus GmbH“ die willkürliche Verweigerung einer Teilnahme an einer der größten Verbrauchermessen des Nordens sowie Ungleichbehandlung vor, weil andere Parteien wie CDU, SPD, FDP und Die Linke sich auf der Hanseschau präsentieren dürfen.

Grundsätzlich könne man als Veranstalter nicht alle Anfragen positiv bescheiden, sagt Burkhard Golla. „Wir können auch keine fünf Fisch- oder 20 Wurststände gleichzeitig zur Schau zulassen“, erklärt der Projektleiter der Hanseschau. Für eine Themenmesse wie die Wismarer gebe es für jedes Thema nur ein begrenztes Kontingent an Teilnehmern. Dies gelte auch für Parteien. Und nur, weil jetzt noch eine weitere ihr Interesse bekundet hätte, werde man diese themenbezogene Ausstellungsfläche nicht vergrößern.

Christoph Grimm hingegen führt den Gleichbehandlungsgrundsatz auch deshalb ins Feld, weil für die Hanseschau kommunale Einrichtungen wie die Alte Reithalle sowie Grundstücke und Gebäude der Hansestadt Wismar genutzt werden und in den vergangenen Jahren andere politische Parteien an der Veranstaltung teilgenommen hätten. „Das heißt, es steht der Messegesellschaft deshalb gerade nicht frei, eine Partei auszuschließen“, so der AfD-Mann. Ein Argument, das bei Burkhard Golla ebenfalls nicht zieht. „Wir haben dieses Gelände angemietet, sind kein öffentlich-rechtlicher Anbieter und können immer noch frei entscheiden, mit wem wir ein Vertragsverhältnis eingehen“, so der Projektleiter.

Juristische Schritte wolle die für die Hanseschau in Wismar nicht berücksichtigte AfD vorerst nicht einleiten, vor dem Messegelände aber dennoch präsent sein und Informationsmaterial anbieten. Sollte die Partei allerdings unmittelbar auf dem Gelände aktiv werden, will der Veranstalter von seinem Hausrecht Gebrauch machen und diese vom Gelände verweisen. Burkhard Golla: „Wir gestatten es grundsätzlich niemandem, mit dem kein Vertragsverhältnis besteht, auf dem Messegelände Informationen welcher Art auch immer zu verteilen.“

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erstellt am 03.Mär.2016 | 05:00 Uhr

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