zur Navigation springen

Gadebusch-Rehnaer Zeitung

09. Dezember 2016 | 06:49 Uhr

Gadebusch : Helfer, Zuhörer und Problemlöser in Uniform

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Olaf Jürgens und Peter Kalugin sind in den Bereichen Gadebusch und Rehna Ansprechpartner für die Bürger

Sie heißen nicht Schimanski oder Thiel und sind auch nicht im „Tatort“ zu sehen, dafür sind Olaf Jürgens und Peter Kalugin aber echte Polizisten. Seit Jahrzehnten sind sie in Nordwestmecklenburg im Dienst – und sie kennen die Region wie ihre eigene Westentasche. Denn sie sind „Kobbs“, wie es in Polizeikreisen heißt.

Die Abkürzung steht für Kontaktbereichsbeamte – Jürgens und Kalugin sind also Ansprechpartner für Bürger, Kommunalpolitiker, Schulen, Ämter, Unternehmer, Feuerwehren und Vereine in den Amtsbereichen Gadebusch und Rehna. Sie geben Tipps, sind Helfer und Zuhörer – und manchmal leider auch Überbringer schlechter Nachrichten, beispielsweise nach Verkehrsunfällen.

Dass die beiden Polizisten geworden sind, haben sie bis heute nicht bereut. „Das Schönste an dieser Tätigkeit ist, wenn man Menschen helfen kann und sie dafür dankbar sind“, sagt Olaf Jürgens. Bis heute unvergessen geblieben ist dem 52-Jährigen ein Einsatz als „gelber Engel“. Damals half er am Herrentag zwei Frauen, die mit ihrem Wohnmobil an einem Bahnübergang liegen geblieben waren und keine Werkstatt wegen des Feiertags geöffnet war. Jürgens fand die Ursache für den Defekt. Er befestigte kurzerhand ein Kabel an der Fahrzeugbatterie und schon konnten die beiden Damen ihre Ausflugstour fortsetzen.

Kuriose Einsätze meisterte auch Peter Kalugin. Er eskortierte einst mit seinen Kollegen in Gadebusch eine komplette Schwanenfamlie von der Schweriner Straße zurück zum Burgsee. Die Tiere hatten es sich zuvor auf der Straße vor dem Plumsdörper Kraug gemütlich gemacht.

Einsätze wie diese sind die Ausnahme für die beiden „Kobbs“. „Wir sind in erster Linie für die Bürger da“, betont Kalugin. Kein Wunder, dass sein Chef und Revierleiter Karsten Blockus betont: „Sie sind wesentliche Stützen des Reviers, um Kontakt mit Bürgern und Institutionen zu haben und zu halten.“ Dabei klären sie zum Beispiel im Vorfeld von Veranstaltungen wie dem Rehnaer Open Air oder dem anstehenden Weihnachtsmarkt in Gadebusch die Rahmenbedingen mit ab. Auf Wunsch gehen sie auch in Schulen und zeigen Lehrern Handlungsmöglichkeiten in Problemfällen auf.

Auch bei Nachbarschaftsstreitigkeiten versuchen sie die Wogen zu glätten. Manchmal reiche es allerdings schon, über den eigenen Schatten zu springen und als Nachbarn wieder miteinander zu reden, so die Erfahrung der Polizisten.

 

zur Startseite

von
erstellt am 20.Okt.2016 | 05:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen