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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

08. Dezember 2016 | 07:00 Uhr

Gute Nachrichten aus Schlagsdorf : Grenzhus wird barrierefrei

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Fast eine halbe Million Euro wird in Baumaßnahmen und die Entwicklung einer neuen Dauerausstellung investiert

Auf dem Weg zur Neugestaltung hat das Grenzhus in Schlagsdorf einen weiteren Meilenstein erreicht. Es wird fast eine halbe Million Euro an Fördermitteln fließen, damit das Informationszentrum zur innerdeutschen Grenze eine museale Neugestaltung starten und die Barrierefreiheit verbessern kann. Das Geld stammt aus dem Mauerfonds des Bundes. Mecklenburg-Vorpommerns Bildungsministerin Birgit Hesse will den Förderbescheid über 458 000 Euro heute dem Trägerverein des Grenzhuses überreichen.

Erstmals in der Geschichte des Grenzhuses soll unter anderem ein Aufzug an dem Gebäude errichtet werden, damit alle drei Ausstellungsebenen problemlos erreicht werden können. „Das wird die Attraktivität unseres Hauses weiter erhöhen“, sagt Grenzhus-Leiter Dr. Andreas Wagner. Nach seinen Angaben können mit dem Geld aus dem Mauerfonds zudem weitere Fördergelder eingeworben werden.

Zur musealen Neugestaltung sagt Wagner: „Wir nehmen die aktuelle Debatte um das Thema Grenze auf und wollen die Geschichte sowie die Besonderheit der innerdeutschen Grenze zeigen.“ Dabei soll dargestellt werden, welche Funktion und welche Konsequenzen sie für die Menschen hatte.

„Die museale Neugestaltung soll auch dazu dienen, den Vergleich mit anderen Grenzen in der heutigen Welt herstellen zu können. Wir erfüllen schließlich auch einen Bildungsauftrag“, betont Wagner. Die Neugestaltung des Grenzhuses werde die Attraktivität als überregional bedeutsamer Lernort zur Geschichte der innerdeutschen Grenze sowie als Informationszentrum im Biosphärenband Elbe-Schaalsee deutlich erhöhen.

Das sieht auch der Rehnaer Amtsvorsteher Andreas Spiewack so, der seine komplette Kindheit und Jugend im DDR-Grenzgebiet verbrachte. „Es ist enorm wichtig, dass gerade jungen Menschen verdeutlicht wird, welche Folgen diese Grenze einst hatte und was für Schicksale damit verbunden waren“, sagt der 48-jährige Campower. Von der baulichen und musealen Neuausrichtung verspricht auch Spiewack sich eine weitere Attraktivitätssteigerung des Informationszentrums. „Wenn das Grenzhus Schlagsdorf dann künftig barrierefrei dank eines Fahrstuhls ist, wird es mit Sicherheit noch mehr Besucher als bisher nach Schlagsdorf und damit in die Region locken“, so Andreas Spiewack.

 

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erstellt am 02.Dez.2016 | 05:00 Uhr

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