zur Navigation springen
Gadebusch-Rehnaer Zeitung

25. April 2017 | 14:35 Uhr

Schlagsdorf : Grenzhus vor Verjüngungskur

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Fördermittel in Höhe von 356.000 Euro sollen in die innovative Neuentwicklung des Ausstellungsgebäudes gesteckt werden

Die Weichen für die Erneuerung des Grenzhus Schlagsdorf sind gestellt, das nötige Kleingeld für den Ausstellungsneubau ist nun auch da. 356  284,80 Euro steuert die Leader Aktionsgruppe Mecklenburger Schaalseeregion-Biosphärenreservatsregion bei. Einen entsprechenden Zuwendungsbescheid nahm Erik Gurgsdies als Vorsitzender des Trägervereins Politische Memoriale e.V. entgegen.

„Bei Fördergeldern ist es doch so, dass man Riesenglück haben muss, um daran zu gelangen“, sagt Erik Gurgsdies. Und das hatte der Verein in den zurückliegenden Wochen gleich mehrfach. Insgesamt 1,1 Millionen Euro kamen aus den verschiedensten Fördertöpfen zusammen. Geld, das in den barrierefreien Umbau des Informationszentrums zur innerdeutschen Grenze sowie in die Einrichtung einer neuen Dauerausstellung gesteckt werden soll. „Im Eingangsbereich des Erdgeschosses soll dann über Grenzen im Allgemeinen informiert werden. Zum Thema Umwelt und Grenze wird es einen eigenen Raum geben und zum Ende des Rundgangs auf aktuelle Entwicklungen aufmerksam gemacht werden“, berichtet Gurgsdies. Vor allem aber freut er sich auf viele neue Medien, die dann die vorhandenen Schautafeln ergänzen sollen.

Ziel der nächsten Monate sei die innovative Neuentwicklung des Ausstellungsgebäudes, damit die Geschichte der innerdeutschen Teilung und die daraus abgeleiteten Erfahrungen dauerhaft in der Gesellschaft präsent bleiben. Hierfür wurde im Vorfeld ein Ausstellungs- und Nutzungskonzept für das Grenzhus erstellt, das jetzt detailliert entwickelt und umgesetzt werden soll. Bei der Realisierung des Vorhabens sind darüber hinaus umfangreiche Ausstellungsneubauten und Baumaßnahmen für die rollstuhlgerechte Nutzung des Gebäudes vorgesehen. Robert Paeplow von der Leader Aktionsgruppe und selbst Führer durch die Ausstellung: „Die Treppen kommen im Moment nur Leute hoch, die gut zu Fuß sind. Doch alle anderen sollen das auch können“. Für körperbehinderte Menschen ist der Besuch der oberen Ausstellungsräume bislang nur mit fremder Hilfe möglich. Ein Außenaufzug soll hier Abhilfe schaffen.

Unterstützung erfährt der Trägerverein dabei von vielen Seiten, auch vom Landkreis Nordwestmecklenburg. „Es lohnt sich, die Kraft hier hineinzustecken, um das Museum zu bewahren. Der Landkreis wird dieses Ziel nach seinen Möglichkeiten unterstützen“, sagt Gudrun Sturmheit als Fachdienstleiterin Bildung und Kultur des Landkreises Nordwestmecklenburg.  

zur Startseite

von
erstellt am 18.Mär.2017 | 04:45 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen