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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

04. Dezember 2016 | 21:24 Uhr

Kreismuseum Ratzeburg : Grenzenlose Kunst zum Einheitstag

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Kreismuseum Ratzeburg präsentiert ab Montag die Ausstellung „Visionen. Grenzhus Schlagsdorf zeigt den Film „Ein neues Wir“

Die deutsche Einheit: Am Montag jährt sich dieser Tag zum 26. Mal. Künstlerisch setzt sich die Ausstellung „Visionen“ im und am Kreismuseum in Ratzeburg mit dem Thema friedliche Revolution und Wiedervereinigung auseinander. Eröffnet wird die Ausstellung am Montag, 3. Oktober, um 11.30 Uhr im Rokokosaal des Kreismuseums, Am Domhof 12. Mit der Vorführung des Films „Ein neues Wir“ am 18. Oktober um 19 Uhr ist auch das Grenzhus Schlagsdorf in die Ausstellung miteingebunden.

14 Künstler aus dem Lauenburgischen, aus Mecklenburg-Vorpommern und Berlin zeigen ihre Werke zum Thema und drücken damit ganz unterschiedliche Ansichten zum Wiedervereinigungsprozess aus. „Es ist eine bemerkenswerte Ausstellung“, erklärt Dr. William Boehart. „Es geht um die Freiheit“, betont die Künstlerin Regine Bonke. Denn bereits Friedrich Schiller wusste: „Die Kunst ist eine Tochter der Freiheit“.

Die Aussteller möchten mit ihrer Schau auf das, was seit der friedlichen Revolution 1989 erreicht wurde und was es gilt, noch zu erreichen, aufmerksam machen. Darüber hinaus wolle man auch die Zusammenarbeit mit dem Künstlerhaus Schloss Plüschow in Nordwestmecklenburg wieder verstärken, die in den vergangenen Jahren etwas eingeschlafen sei, ergänzt Aussteller Christian Egelhaaf.

Mit Installationen, Objekten, Fotos, Zeichnungen und Bildern im Garten des Kreishauses sowie im Kreishaus setzen sich die Künstler mit der Teilung und Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten, aber auch Begriffen wie Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit auseinander. Da legt Petra Schmidt-Essmann ihren „Roten Teppich“ aus. „Wir haben uns selbst den roten Teppich ausgelegt“, erklärt die Künstlerin. Leider sei uns dieser nach der Wiedervereinigung immer wieder entglitten. „Wir legen ihn aber mit Bedacht und gegenseitiger Empathie immer wieder aus“.

Gefangen nimmt den Betrachter die Installation „Sprossenornithopter“ von Wilhelm Körner. Eine Holzleiter ragt freistehend in den Himmel. Montierte Flügel stehen eventuell für Freiheit, da lässt der Künstler viel Raum für eigene Gedanken. Jede Menge Spielraum zum Denken und Nachdenken bietet die Ausstellung sowieso. Der Betrachter muss sich nur darauf einlassen. „Visionen“ ist bis zum 9. November zu sehen und zu erleben.

 

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erstellt am 02.Okt.2016 | 05:00 Uhr

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